Barry Sonnenfeld erhebt schwere Vorwürfe gegen seine Eltern
In einer neuen Dokumentation erhebt Regisseur Barry Sonnenfeld (73) schwere Vorwürfe gegen seine Eltern. In "Narcissist's Playbook" berichtet der Men in Black-Macher davon, dass er als Kind von einem Familienmitglied über Jahre hinweg sexuell missbraucht wurde – und dass seine Eltern davon gewusst haben sollen. "Ich denke, ich bin darüber nicht hinweggekommen, und das macht mich wirklich wütend auf meine Eltern, weil sie es wussten und es hätten stoppen können", sagt Barry in dem Film.
Der Cousin seiner Mutter, den Barry in der Dokumentation als Mike bezeichnet, lebte damals bei der Familie in einer Wohnung in Washington Heights, New York. Laut Barry missbrauchte Mike nicht nur ihn selbst, sondern auch andere Kinder aus dem Umfeld – und das, solange sie noch nicht in der Pubertät waren. In dem Film schildert der Filmemacher auch eine spätere Konfrontation mit seinem Vater, der die Übergriffe nach eigener Aussage zwar kannte, aber unter anderem damit begründete, Mike habe der unglücklichen Mutter Freude bereiten sollen: "Sie waren so selbstsüchtig, dass sie mich für ihre eigenen Bedürfnisse geopfert haben. Es ist nicht richtig, das einem Kind anzutun."
Bereits in seiner 2020 erschienenen Autobiografie "Barry Sonnenfeld, Call Your Mother: Memoirs of a Neurotic Filmmaker" hatte der Regisseur über diese Erlebnisse und die Konfrontation mit seinem Vater geschrieben. "Mein ganzes Leben lang hatte ich mich selbst davon überzeugt, dass meine Eltern, so fehlerhaft sie auch waren, mich liebten", zitierte das Magazin Page Six aus dem Buch. Und weiter: "Sicherlich hatten sie das volle Ausmaß von Mikes qualvollem Missbrauch nicht verstanden." Doch diese Überzeugung revidierte er: "Aber ich lag falsch. Sie wussten es." In der Dokumentation spricht Barry zudem über das narzisstische Verhalten seiner Eltern – seine Mutter habe ihn etwa bereits im Alter von fünf Jahren dazu gebracht, sie vom Suizid abzubringen.







