Lüge vom Ex: Audrey Hepburn schickte Sohn aufs Internat
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Lüge vom Ex: Audrey Hepburn schickte Sohn aufs Internat

- Louisa Riepe
Lesezeit: 2 min
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Ein blutender Mann, ein vermeintlicher Entführungsversuch und eine Mutter in Panik: Im Jahr 1975 erlebte Audrey Hepburn (†63) einen Schock, der ihr Leben und das ihres Sohnes Sean Hepburn Ferrer auf den Kopf stellen sollte. Ihr damaliger Ehemann Andrea Dotti – ihr zweiter Mann, mit dem sie von 1969 bis 1982 verheiratet war – kam plötzlich mit Kopfverletzungen ins Haus gestürmt und berichtete von einem Überfall durch vier maskierte Männer. Aus Sorge um die Sicherheit ihrer Familie schickte die Schauspielerin ihren Sohn kurzerhand auf ein Internat in der Schweiz. Sean erinnert sich an diese Ereignisse nun in der autorisierten Biografie "Intimate Audrey", die er gemeinsam mit Wendy Holden verfasst hat.

Dotti schilderte damals, dass ihn die Männer nach dem Training in ein wartendes Auto zerren wollten. Als er sich wehrte, schlugen sie ihn mit einer Pistole, doch er entkam, indem er sich unter ein geparktes Auto kroch und so lautstark auf sich aufmerksam machte, dass Sicherheitskräfte in der Nähe herbeieilten. Sean schreibt, dass Audrey nach dieser Geschichte "vor Angst zitterte". Sie stellte ihrem Sohn die Wahl: Entweder in Rom bleiben und fortan ständig unter Bewachung stehen oder in einem Schweizer Internat in Sicherheit sein – mit mehr persönlicher Freiheit. "Sie und ich waren immer unzertrennlich, und ich war am Boden, als ich daran dachte, sie zu verlassen", schreibt Sean, der sich schließlich für das Internat entschied – und drei Tage später abreiste, ohne sich von seinen Schulfreunden verabschieden zu können.

Erst Jahre später kam die Wahrheit ans Licht – und die hatte nichts mit einer Entführung zu tun. Wie Sean in dem Buch schreibt, hatten die maskierten Männer einen ganz anderen Auftraggeber: "Ein unglücklicher Ehemann hatte herausgefunden, dass Andrea eine Affäre mit seiner Frau hatte, und schickte die Männer los, um ihn zu verprügeln." Für Sean bedeutet das: "Es war eine direkte Konsequenz der Untreue meines Stiefvaters, dass ich von meiner Mutter weggeschickt wurde und vier Jahre Familienleben verlor. Das war etwas, das ich sehr schwer verzeihen konnte." Audrey, die laut ihrem Sohn ohnehin schon wegen der allgemeinen Sicherheitslage in Rom besorgt gewesen war, hatte damals in einem Interview erklärt: "Es ist eine sehr quälende Zeit. Sie entführen sogar Touristen für fünfzig Dollar das Stück."

Audrey Hepburn im Jahr 1963
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Audrey Hepburn im Jahr 1963
Sean Hepburn Ferrer spricht beim Unicef Snowflake Ball 2009 in New York bei Cipriani 42nd Street
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Sean Hepburn Ferrer spricht beim Unicef Snowflake Ball 2009 in New York bei Cipriani 42nd Street
Audrey Hepburn, Schauspielerin
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