Vandalismus: Simone Lugner besucht Richards Grab nicht mehr

Vandalismus: Simone Lugner besucht Richards Grab nicht mehr

- Shannon Lang
Lesezeit: 2 min
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Simone Lugner wird den heutigen zweiten Todestag ihres Mannes Richard Lugner (†91) nicht an dessen Grab verbringen. Die Witwe hat sich schweren Herzens dazu entschieden, die letzte Ruhestätte der Wiener Society-Ikone vorerst nicht mehr zu besuchen. Der Grund dafür sind wiederholte Diebstähle und mutwillige Beschädigungen durch Unbekannte. Wie Simone gegenüber oe24 berichtet, verschwinden Blumen und persönliche Erinnerungsstücke, die sie dort für Richard niederlegt, regelmäßig oder werden zerstört. Welche Gaben genau entwendet wurden, verrät sie nicht. Das Verhalten der Verantwortlichen macht ihr jedoch sichtlich zu schaffen. "Fast alles, was ich ans Grab bringe, wird entweder gestohlen oder zerstört. Die Leute sind so respektlos und gemein", beklagt Simone im Gespräch mit dem Portal.

Um Richards Andenken und ihre Gaben vor weiteren Übergriffen zu schützen, hat Simone eine Lösung gefunden: Die Blumen und Erinnerungsstücke stellt sie inzwischen im heimischen Garten auf. "Da bleiben sie wenigstens", erklärte sie gegenüber oe24. Auch den Gedenktag selbst verbringt sie deshalb zurückgezogen in eben diesem Garten, der ihr und Richard einst als gemeinsame grüne Ruheoase diente. Dort will sie in aller Stille an die gemeinsame Zeit mit ihrem Mann denken. Für den Abend und die Nacht hat die Witwe zudem ein ganz besonderes Programm geplant: Sie möchte die Sonnenfinsternis beobachten und im Anschluss den Sternschnuppenstrom der Perseiden am Himmel verfolgen. "Danach fallen Sterne vom Himmel in dieser Nacht. Das werde ich mir auch ansehen, und mir etwas wünschen", verriet Simone dem Portal.

Richard starb am 12. August 2024 im Alter von 91 Jahren. Schon der erste Todestag wurde für Simone von einem belastenden Konflikt um ihren Wohnsitz überschattet. Die Lugner Privatstiftung hatte wegen der Villa in Wien-Döbling eine Räumungsklage eingereicht und Nachzahlungen für Wohnkosten gefordert. Zur Begründung hieß es, die rechtlichen Voraussetzungen für Simones Wohnrecht seien nicht erfüllt. Die Witwe hält dagegen: Sie beruft sich auf schriftliche und mündliche Zusagen, die Richard ihr zu Lebzeiten gemacht haben soll. Der Streit führte zu emotionalen Verhandlungen vor dem Landesgericht für Zivilrechtssachen in Wien. Eine einvernehmliche Lösung kam bislang nicht zustande.

Simone "Bienchen" Lugner bei der Verabschiedung von Richard "Mörtel" Lugner im Stephansdom in Wien
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Simone "Bienchen" Lugner bei der Verabschiedung von Richard "Mörtel" Lugner im Stephansdom in Wien
Simone Lugner beim 17. Diversity Ball im Wiener Rathaus, Motto "TOGETHER WE RISE", 6. September 2025
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Simone Lugner beim 17. Diversity Ball im Wiener Rathaus, Motto "TOGETHER WE RISE", 6. September 2025
Richard Lugner und Simone Lugner beim Künstler-Heringsschmaus 2023 im Marchfelderhof Deutsch-Wagram
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Richard Lugner und Simone Lugner beim Künstler-Heringsschmaus 2023 im Marchfelderhof Deutsch-Wagram
Wie findet ihr Simones Entscheidung, den Gedenktag im Garten statt am Grab zu verbringen?