Ängstliche Royals: Diese Phobien plagen die Königsfamilie
Die britische Königsfamilie tritt in der Öffentlichkeit stets souverän auf – doch hinter der perfekt inszenierten Fassade verbergen sich ganz alltägliche Ängste. Prinz William (44) etwa leidet trotz unzähliger Auftritte unter ausgeprägter Redeangst. Besonders kurios: Ausgerechnet seine nachlassende Sehkraft verschaffte ihm im Laufe der Jahre Erleichterung. In der BBC-Dokumentation "Football, Prince William and Our Mental Health" erklärte der dreifache Vater, dass er bei der Arbeit lange keine Kontaktlinsen getragen habe und die Gesichter im Publikum deshalb nicht klar erkennen konnte. "Und es hilft, weil es nur eine verschwommene Menge von Gesichtern ist und weil man niemanden sehen kann, der einen ansieht – ich kann genug erkennen, um das Papier und solche Dinge zu lesen –, aber ich konnte nicht wirklich den ganzen Raum sehen. Und tatsächlich hilft das wirklich gegen meine Angst", schilderte der Thronfolger.
Auch sein Bruder Prinz Harry (41) kennt dieses Gefühl. In einem Kampagnenvideo zum Welt-Aids-Tag gestand er, dass ihm sowohl Reden als auch das Betreten voller Räume schwerfallen: "Mein Geheimnis ist, ob Sie es glauben oder nicht, dass ich vor öffentlichen Reden unglaublich nervös werde, egal, wie groß die Menge oder das Publikum ist." In seinen 2023 erschienenen Memoiren "Reserve" ging er noch weiter ins Detail. Dort berichtete er von einer früheren Agoraphobie und von einer Rede, bei der er beinahe ohnmächtig geworden sei. Seine erste Panikattacke erlebte er demnach im Auto auf dem Weg zu einem Polospiel in Gloucestershire, wo er gemeinsam mit William und Prinzessin Kate (44) saß. Er habe geschwitzt, sei rot im Gesicht geworden und habe immer wieder aussteigen wollen, um Luft zu bekommen. Königin Camilla (79) wiederum plagt vor allem die Flugangst: 2018 verkürzte sie deshalb eine Australienreise. Hinzu kommt ihre Furcht vor Nadeln, wie sie 2021 beim Besuch eines temporären Corona-Impfzentrums zugab: "Ich frage nicht einmal nach, weil ich Spritzen so sehr hasse, dass ich meine Augen schließe ... Was auch immer herauskommt. Man nimmt, was man bekommt."
Selbst die verstorbene Queen Elizabeth II. (†96), die als ausgesprochen furchtlos galt, hatte offenbar eine Schwachstelle. Royalbiograf Robert Hardman berichtete im Podcast "Queens, Kings and Dastardly Things": "Sie hatte nur vor einer Sache Angst, und das waren Hubschrauber." Autor Robert Jobson zufolge soll die Monarchin ihren Enkel William deshalb scharf ermahnt haben, nachdem dieser seine Kinder trotz seiner Ausbildung bei der Royal Air Force auf einen Hubschrauberflug mitgenommen hatte. Sie habe ihn vor gemeinsamen Flügen mit Prinz George (13) gewarnt, da er mit Blick auf die Thronfolge stets das Risiko eines Unfalls bedenken müsse. Prinzessin Eugenie (36) entwickelte ihre Flugangst dagegen erst später – nämlich nach der Geburt ihrer Söhne August und Ernest. Beim Weltwirtschaftsforum 2023 erklärte sie, dass sich mit dem Muttersein ihre Entscheidungen, Hormone und Ängste verändert hätten: "Jetzt habe ich zum Beispiel Angst vorm Fliegen und vor solchen Dingen, und das hatte ich vorher nie."











