Darum wurde Eton-College für Prinz Harry zum Fegefeuer

Darum wurde Eton-College für Prinz Harry zum Fegefeuer

- Louisa Riepe
Lesezeit: 2 min
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Prinz George (13) steht vor einem großen Schritt: Im September 2026 soll der Royal-Spross seine Schulzeit am Eton College nahe Windsor beginnen. Damit besucht er dasselbe traditionsreiche Jungeninternat wie zuvor sein Vater Prinz William (44) und sein Onkel Prinz Harry (41). Doch Harry blickt alles andere als gerne auf seine Jahre an der Eliteschule zurück. In seinen 2023 veröffentlichten Memoiren "Reserve" beschreibt der Herzog von Sussex den Wechsel nach Eton trotz des hervorragenden Rufs als tiefgreifenden Schock. Er habe sich dort fehl am Platz und mit den schulischen Anforderungen überfordert gefühlt. Sein Fazit fällt entsprechend drastisch aus: Für "brillante Jungen" könne das Internat ein großartiger Ort sein. Für ihn selbst sei es dagegen das "Fegefeuer für einen sehr wenig brillanten Jungen" gewesen. Vor Georges Start stehen damit die harschen Erfahrungen seines Onkels den deutlich positiveren Erinnerungen seines Vaters gegenüber.

Auch die Wirkung der imposanten Schule schildert Prinz Harry in "Reserve" wenig schmeichelhaft. Eton sei wie ein Heiligtum gestaltet, das Besucher überwältigen und sie zu "sanftmütigen, erniedrigten Pilgern" machen solle. "In meinem Fall: Mission erfüllt", fügt er trocken hinzu. Seine Probleme habe Harry damals sogar Lehrern und Mitschülern anvertraut. "Ein- oder zweimal gestand ich einem Lehrer oder Mitschüler, dass ich nicht nur in der falschen Klasse, sondern am falschen Ort war. Ich war völlig, völlig überfordert", erinnert er sich. Als Reaktion habe er stets nur gehört: "Mach dir keine Sorgen, du wirst schon klarkommen." Selbst die traditionelle Uniform mit schwarzem Frack, steifem weißem Kragen, Nadelstreifenhose, schweren Schuhen und ungewöhnlicher Krawatte störte ihn.

Für Prinz George bringt der Schulwechsel zugleich den Einstieg ins Internatsleben mit sich. Er wird seinen gewohnten Alltag mit Prinz William, Prinzessin Kate (44) und seinen Geschwistern hinter sich lassen. Einen Zimmerpartner wird der junge Royal in Eton allerdings nicht haben. Jeder neue Schüler erhält von Beginn an ein Einzelzimmer, weshalb sein privater Rückzugsort keine Sonderbehandlung aufgrund seiner Herkunft darstellt. Mit George wird zugleich eine Familientradition fortgesetzt, die William begründete. Frühere Royals besuchten andere Internate: König Charles III. (77) ging etwa ins schottische Gordonstoun, wo er laut Berichten eine unglückliche Schulzeit erlebte.

Prince Harry, bei der Time100 Sports Gala in New York City
Getty Images
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Prinz Harry nach einer Veranstaltung das Chatham House in London, Juli 2026
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Prinz George, Sohn von Prinz William und Prinzessin Kate
Instagram / princeandprincessofwales
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Ist Eton für Prinz George die richtige Wahl?