Williams Eton-Regel für Harry und warum dieser sie brach
Als Prinz Harry (41) ans Eton College kam, wartete dort nicht nur ein strenger Lehrplan auf ihn, sondern auch eine ungewöhnliche Ansage seines älteren Bruders. Prinz William (44) stellte eine klare Regel auf: Auf dem Schulgelände sollten die beiden so tun, als würden sie einander überhaupt nicht kennen. Und das, obwohl sich ihre Zeit an dem Traditionsinternat zwei Jahre lang überschnitt. In seinen Memoiren "Spare" schildert Harry den Grund dafür: William hatte sich in Eton längst einen eigenen Freundeskreis und ein eigenständiges Leben aufgebaut. Als festes Doppelpack mit seinem kleinen Bruder wollte er dort nicht wahrgenommen werden. Harry hielt sich an das Gebot, das er selbst als "heilige Regel" bezeichnete – bis eine Aktion beim Friseur alles über den Haufen warf. Freunde hatten ihn davon überzeugt, seine angeblich völlig missratene Frisur einfach komplett abzurasieren. Kaum waren die Haare ab, überkam ihn die Reue. In Panik suchte er den Einzigen auf, von dem er sich Trost erhoffte: seinen großen Bruder.
Wie verzweifelt er in diesem Moment war, beschreibt Harry in seinem Buch sehr bildhaft: "Ich lief im Kreis. Ich wollte die Zeit zurückdrehen. Ich wollte die Haare vom Boden aufsammeln und wieder ankleben. Ich wollte aus diesem Albtraum aufwachen." Und weiter: "Da ich nicht wusste, an wen ich mich sonst wenden sollte, verstieß ich gegen die heilige Regel, das eine strahlende Gebot, das niemals gebrochen werden durfte, und rannte nach oben in Willys Zimmer." Rückgängig machen konnte William die Rasur natürlich nicht – und mit Beruhigung konnte der Bruder laut Harry ebenfalls nicht dienen. Stattdessen habe er gelacht. Vom Schreibtisch aus habe er gefragt: "Harold, was hast du getan?" Und dann: "Das hättest du nicht tun sollen, Harold!" Auch die Presse bekam Wind von der neuen Optik: Der Daily Mirror titelte "Harry der Skinhead" und zeigte dazu ein computergeneriertes Bild des Prinzen. Der damalige Prinz Charles (77), heute König Charles III., sah in der Berichterstattung über seine Söhne einen Eingriff in deren Privatsphäre und wollte die Sache über die zuständigen britischen Pressegremien zur Sprache bringen.
Aktuell rückt Eton wieder in den Fokus der Royals. Williams ältester Sohn Prinz George (13) soll im September 2026 mit 13 Jahren an das traditionsreiche Jungeninternat in der Nähe von Windsor wechseln. Damit tritt er in die Fußstapfen seines Vaters und seines Onkels. Ein Einzelzimmer wird dem Prinzen dort ebenfalls zustehen – allerdings nicht als Sonderbehandlung für ein Mitglied der Königsfamilie, sondern weil alle neuen Schüler eines bekommen. Es soll ihm im neuen Internatsalltag als persönlicher Rückzugsort dienen. Wie unterschiedlich die Erfahrungen an der Schule ausfallen können, zeigt der Vergleich der beiden Brüder: Während William seine Eton-Jahre genoss, bezeichnete Harry seinen Start im Herbst 1998 in "Spare" als "einen tiefgreifenden Schock". Er habe sich schulisch überfordert gefühlt und den Eindruck gehabt, nicht nur in der falschen Klasse, sondern am falschen Ort zu sein. Lehrer und Mitschüler hätten ihm damals immer wieder versichert, dass alles gut werde.










