Herzogin Meghan scheiterte im Königshaus an Kultur und Egos
Nur knapp zwei Jahre war Herzogin Meghan (45) als arbeitendes Mitglied der britischen Königsfamilie im Einsatz, ehe sie 2020 gemeinsam mit Prinz Harry (41) ihre royalen Pflichten niederlegte und sich aus dem Königshaus zurückzog. Warum die frühere Schauspielerin an ihrer neuen Rolle scheiterte, erklärt der langjährige Royalkorrespondent Simon Vigar in seinem Buch "The Four Wives of Windsor". Er sieht vor allem einen Kulturkonflikt: Meghan sei es aus ihrer Zeit im Rampenlicht gewohnt gewesen, deutlich mehr Kontrolle zu haben. Royale Termine dagegen seien von strengen Hierarchien und fest vorgegebenen Abläufen bestimmt gewesen. "Da gab es einen Kulturkonflikt. Ich finde es wirklich jammerschade", ordnete der Autor gegenüber Fox News Digital ein. Und er ergänzte: "Es wäre vermeidbar gewesen, und auf beiden Seiten standen Egos im Weg."
Vigar ist überzeugt, dass Meghan vor ihrem Einstieg in das royale Leben unterschätzte, wie gering ihr Einfluss auf offizielle Veranstaltungen und ihre eigene Rolle dabei sein würde. "Ich glaube, sie dachte, dass es bei Veranstaltungen, öffentlichen Veranstaltungen, mehr Kontrolle geben würde, als tatsächlich der Fall war", erklärte der Royalexperte gegenüber Fox News Digital. Der späteren Darstellung, die britischen Medien hätten von Beginn an geschlossen gegen Harry und Meghan gearbeitet, widerspricht er allerdings deutlich: "So erinnere ich mich nicht daran, und viele meiner Kollegen erinnern sich ebenfalls nicht so." Trotz seiner Kritik findet der Korrespondent auch lobende Worte für das Paar. Harry und Meghan nannte er "großartig" – und die Herzogin im direkten Kontakt mit der Öffentlichkeit bezeichnete er sogar als "ein absolutes Naturtalent".
Harry und Meghan selbst hatten ihren Abschied in ihrer Netflix-Dokuserie "Harry & Meghan" aus dem Jahr 2022 ausführlich thematisiert. Darin machten sie deutlich, dass sie ihre royalen Aufgaben ein Leben lang weitergeführt hätten, wäre dies ohne die dauerhafte kritische Beobachtung möglich gewesen. Der Rückzug sei für Harry ein notwendiger Schritt zum Schutz seiner Familie gewesen. Über die letzten offiziellen Auftritte des Paares sagte er: "Wir waren nicht bei der Familie. Es war, ehrlich gesagt, unsere Gelegenheit, mit einem Knall abzutreten." Zugleich betonte der Prinz: "Es hätte nie so kommen müssen. Wir sprachen immer und immer wieder darüber, saßen nach diesen spätabendlichen Terminen bis tief in die Nacht zusammen und sagten: 'Wir hätten das für den Rest unseres Lebens weitergemacht.'" Auch innerhalb der Familie reichten die Spannungen offenbar tief. Royalexperte Russell Myers schilderte in "William and Catherine: The Intimate Inside Story", Prinzessin Kate (44) habe den Umgang von Harry und Meghan mit dem Palastpersonal als entscheidenden Bruchpunkt zwischen den beiden Paaren wahrgenommen.








