Geklaut? Taylor Sheridan wegen "Yellowstone"-Idee verklagt
Taylor Sheridan bekommt es mit einem juristischen Streit um eine seiner größten Erfolgsgeschichten zu tun. Die TV-Autorin und Unterhaltungsjournalistin Lauren J. Salkin hat den Regisseur sowie die Studios Paramount und NBCUniversal vor einem Bundesgericht in Kalifornien wegen mutmaßlicher Urheberrechtsverletzung verklagt, wie Page Six berichtet. Ihr Vorwurf wiegt schwer: Die Westernserie Yellowstone soll zentrale Bausteine ihres eigenen Serienkonzepts "Sovereign Nation" übernommen haben. Dazu zählt sie Figuren, Handlungsstränge, den Konflikt rund um Land und dessen Bebauung sowie die generelle Atmosphäre des Formats. Laut ihrer Darstellung hatte sie das Pilotskript und weitere Unterlagen in den Jahren 2016 und 2017 bei Taylors Produktionsfirma eingereicht. Nur wenige Monate danach soll Paramount grünes Licht für "Yellowstone" gegeben haben. Die Serie feierte schließlich im Juni 2018 ihre Premiere und entwickelte sich zu einem der größten Zuschauererfolge des Senders.
Dass ihre Unterlagen tatsächlich gelesen wurden, will die Autorin mit einer Antwort der Firma Elevate Entertainment belegen. Darin habe es laut TMZ geheißen: "Taylor bedankt sich herzlich für Ihr Interesse. Leider steht er für TV-Projekte nicht zur Verfügung." In der Klageschrift stellt Lauren die Charaktere beider Formate außerdem einzeln gegenüber. Ihre Argumentation: Die Übereinstimmungen seien schlicht zu zahlreich, um noch als Zufall durchzugehen. Entsprechend deutlich fallen auch ihre Forderungen aus. Die Autorin verlangt eine gerichtliche Verfügung, die eine weitere oder künftige Nutzung ihrer Arbeit unterbinden soll. Zusätzlich fordert sie Schadensersatz in bislang nicht bezifferter Höhe sowie eine Beteiligung an den Gewinnen, die mit "Yellowstone" erzielt wurden. Eine Stellungnahme von Taylor, Paramount oder NBCUniversal liegt bisher nicht vor.
"Yellowstone" lief fünf Staffeln lang und endete 2024. Zur Besetzung gehörten unter anderem Kevin Costner (71), Luke Grimes (42), Kelly Reilly (49), Cole Hauser (51) und Wes Bentley (47). Aus dem Erfolg der Serie gingen zudem mehrere Ableger hervor, darunter "1883", "1923", "Marshals" und "Dutton Ranch". Woher seine Begeisterung für den Stoff stammt, hatte der Regisseur vor Kurzem im Podcast "The Joe Rogan Experience" erzählt. Als Inspiration nannte er das Buch und die Miniserie "Lonesome Dove", die er während seiner Collegezeit für sich entdeckt hatte. "Yellowstone" beschrieb er in demselben Gespräch als seine persönliche Punkrock-Seite. "In der Art, wie ich es mache, steckt viel Trotz. Deshalb ist es nicht überraschend, dass die Kritiker es hassen. Es ist so konzipiert, dass sie es hassen", erklärte er.










