Veronica Ferres musste lernen, Tochter Lilly loszulassen
Loslassen kann für Eltern zur echten Herausforderung werden – das weiß auch Veronica Ferres (61). Die Schauspielerin sprach nun gemeinsam mit ihrer Tochter Lilly Krug (25) in einem Doppelinterview mit Gala darüber, wie schwer es ihr fiel, dem Wunsch ihres Kindes nach Selbstständigkeit nicht im Weg zu stehen. Zwei Momente setzten ihr dabei besonders zu: Lillys Umzug nach Los Angeles im Alter von 18 Jahren und die Tatsache, dass ihre Tochter ganz alleine den Kilimandscharo bestieg. "Das ist mir wirklich sehr schwergefallen, als Lilly mit 18 Jahren nach Los Angeles gezogen und sogar alleine auf den Kilimandscharo gestiegen ist – ich hatte solche Angst", gab die Produzentin gegenüber dem Magazin zu. Ihre eigenen Sorgen musste sie in diesen Phasen bewusst hintanstellen, damit ihre Tochter ihren Drang nach einem eigenständigen Leben ausleben konnte.
Aus dieser Erfahrung zog Veronica offenbar auch etwas für sich selbst. "Das hat mich auch Demut gelehrt. Aber Lilly ist eine Macherin. Und ich habe ihr vertraut", erklärte sie im Gespräch mit Gala. Ihre Tochter beschreibt das Verhältnis zu ihrer Mutter und ihrem Vater Martin Krug wiederum als verlässlichen Rückhalt – auch dann, wenn mal etwas schiefging. Ihre Eltern hätten sie ihre Fehler machen lassen und sie dann in den Arm genommen, schilderte die Schauspielerin. Vorwürfe habe es dabei nie gegeben. "Meine Mama hat mich nie verurteilt oder mir ein schlechtes Gewissen gemacht. Egal, was ich angestellt habe, sie hat mit Akzeptanz und Verständnis reagiert", ergänzte Lilly über ihre Mutter. Das Interview zeichnet damit das Bild einer engen Mutter-Tochter-Beziehung, in der Veronica Unterstützung gibt, ohne ihrer Tochter Entscheidungen abzunehmen.
Beruflich ist Lilly in die Fußstapfen ihrer Mutter getreten und hat sich zunächst mit internationalen Projekten eine eigene Karriere aufgebaut. Dass sie aus einer prominenten Familie stammt, sieht sie dabei nicht ausschließlich als Vorteil. In Deutschland habe sie als "Tochter von" anfangs kaum eine Chance bekommen, berichtete sie. Erst über Produktionen im Ausland habe sie Mut, Selbstbewusstsein und kreative Freiheit gewonnen – und schließlich auch hierzulande Rollen erhalten. Mit Nepotismusvorwürfen wurde die Schauspielerin in der Vergangenheit immer wieder konfrontiert: Kritiker führten ihre Erfolge in Hollywood auf den berühmten Namen und die Kontakte ihrer Mutter zurück. Veronica stellte sich damals öffentlich vor ihre Tochter und nahm sie in Schutz.











