Ringo Starrs bittersüßes Geständnis zur Beatles-Reunion
Wäre ein Comeback der Beatles doch noch möglich gewesen? Ringo Starr (86) ist sich ziemlich sicher, dass die legendäre Band nach ihrem Aus wieder zueinandergefunden hätte – wenn John Lennon (†40) und George Harrison (†58) nicht gestorben wären. Im Gespräch mit Page Six gewährte der Schlagzeuger nun persönliche Einblicke und sprach offen über diesen Gedanken. "Ich glaube schon, dass wir irgendwann wieder zusammengekommen wären – von dem Zeitpunkt an, als John uns verlassen hat, bis heute –, wenn wir alle noch hier wären. Und George, wissen Sie, ich vermisse George", gestand er. Was ihm dabei am meisten fehle, seien allerdings nicht mögliche neue Songs, sondern die persönlichen Bande innerhalb der Gruppe: "Die Freundschaft, das Zusammensein, die gegenseitige Unterstützung." Als Einzelkind habe er durch John, Paul McCartney (84) und George plötzlich das Gefühl gehabt, drei Brüder an seiner Seite zu haben, wie RTL berichtet.
Genauso beschreibt der Musiker auch das Verhältnis der vier Briten untereinander: geschwisterlich, mit allem, was dazugehört. Ihre gemeinsame Geschichte war geprägt von Streit und Versöhnung, großer Verbundenheit und Zeiten der Distanz. Auch musikalisch verband die vier eine außergewöhnliche Chemie – und das in gerade einmal acht prägenden gemeinsamen Jahren. Heute sind nur noch Ringo Starr und Paul McCartney am Leben. John wurde 1980 im Alter von 40 Jahren vor seinem Wohnhaus in New York erschossen, George starb 2001 mit 58 Jahren an Krebs. Mit Paul verbindet den Schlagzeuger bis heute eine enge Freundschaft. Einige Male pro Monat sprechen die beiden miteinander, bei Aufenthalten in England treffen sie sich zum Abendessen oder verbringen privat Zeit miteinander. Zudem wirken sie immer wieder an den Soloprojekten des jeweils anderen mit. Sein Fazit gegenüber Page Six: "Wir sind immer noch Kumpel."
Auch Paul äußerte sich zuletzt offen über seine Beziehung zu John. Ihre Freundschaft war trotz der gemeinsamen Weltkarriere nicht frei von Konflikten. Vor allem die Auseinandersetzungen rund um das Management der Band belasteten das Verhältnis der beiden Songwriter erheblich. Paul machte deutlich, dass ihn Johns damalige Kritik lange schmerzte. Später habe er jedoch seinen Frieden damit gefunden, indem er die direkte Art seines Freundes akzeptierte. Ringos Erinnerung an ein beinahe brüderliches Miteinander mit viel Nähe, gegenseitigem Rückhalt, aber auch Reibungen fügt sich in dieses Bild. Hinter dem weltweiten Erfolg der Beatles standen vier Männer, die nicht nur durch eine enge Freundschaft verbunden waren, sondern deren Zusammenarbeit auch immer wieder von persönlichen Spannungen geprägt war.


























