Neues Buch enthüllt Paul McCartney als schwierigen Boss
Er gilt seit Jahrzehnten als das freundliche Gesicht der Beatles – der stets gut gelaunte Familienmensch mit dem Daumen nach oben. Doch ein neues Enthüllungsbuch zeichnet ein ganz anderes Bild von Paul McCartney (84). Der Ex-Manager des Musikers, Richard Ogden, schildert in seinem Buch "Bigger Than The Beatles" den Musiker als äußerst schwierigen Chef, der bei Kritik schnell laut wurde und wenig Kompromissbereitschaft zeigte. Das berichtet die Daily Mail. Ogden betreute Paul zwischen 1987 und 1993 und war in dieser Zeit für fünf Soloalben sowie zwei große Welttourneen verantwortlich.
Besonders brisant sind Ogdens Schilderungen zu Finanzen und Tourneeplanung. Als Tourneen Verluste einfuhren, soll Paul lautstark erklärt haben: "Paul McCartney verliert kein Geld!" Auch Kritik an neuen Songs habe er nur schwer akzeptiert. Als Ogden ihm sagte, keiner seiner 20 neuen Tracks eigne sich als Single, habe Linda McCartney bemerkt: "Oh, jetzt hast du es getan. So hat noch nie jemand mit ihm geredet." Bei einem weiteren Treffen in New York geriet schließlich auch Pauls Anwalt John Eastman ins Visier, als er gemeinsam mit Ogden niedrigere Tourkosten vorschlug. Paul soll beide daraufhin schroff zurechtgewiesen und aus seinem Blickfeld verwiesen haben. Auf Ogdens Nachfrage, warum er so mit sich umgehen lasse, habe Eastman lediglich erklärt, John Lennon (†40) sei in solchen Situationen noch deutlich heftiger gewesen.
Paul McCartney ist heute 84 Jahre alt und einer der erfolgreichsten Musiker der Musikgeschichte. Als Mitglied der Beatles, später mit seiner Band Wings und in seiner Solokarriere hat er Generationen von Fans begeistert. Richard Ogden war zu Beginn ihrer Zusammenarbeit Managing Director von Polydor Records. Er übernahm Pauls Karriere zu einer schwierigen Zeit – nach den Flops des Films "Give My Regards to Broad Street" und des Albums "Press to Play". Unter Ogdens Regie erschien unter anderem das Greatest-Hits-Album "All the Best!", das trotz anfänglicher Skepsis – Pauls Schwiegervater Lee Eastman soll Compilations als etwas für Gestrige bezeichnet haben – dreifach mit Platin ausgezeichnet wurde.











