Butler verrät: Dianas Bruder hatte kaum noch Kontakt zu ihr

Butler verrät: Dianas Bruder hatte kaum noch Kontakt zu ihr

- Yasmin Keller
Lesezeit: 3 min
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Paul Burrell (68), damaliger Butler von Prinzessin Diana (†36), erhebt schwere Vorwürfe gegen deren Bruder Charles Spencer (62). In der Sendung "Piers Morgan Uncensored" behauptete er, die Geschwister hätten in den letzten fünf Lebensjahren der Prinzessin kaum Kontakt miteinander gehabt. Charles sei kein Teil ihres Lebens gewesen und habe ihr nicht zur Seite gestanden, als sie ihn nach ihrer Trennung vom damaligen Prinzen von Wales (77) gebraucht hätte. Deshalb zweifelt Paul auch daran, dass der Earl in seinen neuen Memoiren "Swan Song: Diana, Meine Schwester" überhaupt viel über diese Phase berichten könne. "Ich denke, diese letzten fünf Jahre ... bleiben in dem Buch ziemlich vage, weil er nichts über sie weiß", sagte er in der Sendung. Als bittere Abrechnung mit ihrer eigenen Familie zitierte der ehemalige Angestellte die 1997 verstorbene Royal zudem mit den Worten: "Meine Familie will mich nur, wenn sie die besten Plätze in den besten Restaurants oder einen Platz in der Royal Box in Wimbledon haben will."

Hinter dem angespannten Geschwisterverhältnis stand offenbar auch ein Streit um einen Rückzugsort auf dem Familiensitz Althorp. Nachdem 1992 die Trennung von ihrem damaligen Ehemann und heutigen König Charles III. öffentlich geworden war, wollte Diana in das Garden House auf dem Familienanwesen in Northamptonshire ziehen. Ihr Bruder lehnte das jedoch ab und verwies auf Sicherheitsbedenken: Das Haus liege direkt an einer öffentlichen Straße und sei laut Polizei ungeeignet gewesen. Seiner eigenen Darstellung zufolge bot er seiner Schwester stattdessen alle anderen infrage kommenden Immobilien auf dem Gelände an. Dianas letzte Ruhestätte ist für den ehemaligen Butler ein Kritikpunkt. Sie wurde auf einer Insel in Althorp beigesetzt, die nur für die Familie zugänglich ist – Besucher zahlen zwar Eintritt für das Anwesen, kommen aber nicht bis ans Grab. Seiner Meinung nach hätte die Prinzessin an einem öffentlichen Ort bestattet werden müssen. "Es ist schockierend, wie sie im Tod von den Spencers zurückbeansprucht wurde. Zu ihren Lebzeiten waren sie nicht für sie da", so Paul.

Charles hatte seine stark beworbenen Memoiren knapp ein Jahr vor dem 30. Todestag seiner Schwester veröffentlicht, um seine Erinnerungen festzuhalten. Im Buch werden Dianas Kindheit, ihre Ehe, die Scheidung und ihr Tod sowie die Woche vor der Beerdigung thematisiert. Bereits vor dem Erscheinen deutete sich an, dass das Werk das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen den Familien Spencer und Windsor weiter belasten könnte. Inzwischen sorgen vor allem die Schilderungen über die Reaktion von König Charles III. auf den Tod der Prinzessin für offenen Streit mit dem Königshaus. Der Earl behauptet unter anderem, dass Dianas Ex-Mann Charles nach ihrem Tod gesagt habe: "Seien Sie versichert, wir werden sie schon bald vergessen." Der Palast widerspricht dieser Schilderung. Der Autor selbst wiederholte in einem Interview seine Aussage.

Collage: Prinzessin Diana und Charles Spencer
Getty Images / Hulton Archive, Getty Images / Chris Jackson
Collage: Prinzessin Diana und Charles Spencer
Charles Spencer und Prinzessin Diana, 1972
Instagram / charles.earl.spencer
Charles Spencer und Prinzessin Diana, 1972
Charles Earl Spencer, Prinz Harry, Prinz William und Prinz Charles während Dianas Beerdigung
Getty Images
Charles Earl Spencer, Prinz Harry, Prinz William und Prinz Charles während Dianas Beerdigung
Wie glaubwürdig findet ihr Paul Burrells Vorwurf, Charles Spencer sei in Prinzessin Dianas letzten Jahren kaum für sie da gewesen?