Chris Johnson über Verlust der Selbstständigkeit durch ALS
Die unheilbare Nervenerkrankung ALS hat Chris Johnson (41) einen Großteil seiner Selbstständigkeit genommen. An seinem 41. Geburtstag schildert der frühere NFL-Star gegenüber People, wie sehr er inzwischen auf Hilfe angewiesen ist. Da Chris nicht mehr sprechen kann, verständigt er sich über ein Tablet, das er mit seinen Augen steuert. Seine Frau Brittany Johnson ist seit 17 Monaten seine wichtigste Pflegeperson. Gemeinsam mit weiteren Angehörigen unterstützt sie ihn beim Essen, beim Umziehen und bei Dehnübungen. Selbst beim Atmen braucht er Hilfe: Ein CPAP-Gerät unterstützt ihn dabei. Wie sehr die Erkrankung auch die Menschen um ihn herum fordert, fasst der Sportler in einem Satz zusammen: "ALS betrifft nicht nur die diagnostizierte Person – sie betrifft die ganze Familie."
Seine Diagnose erhielt Chris im Mai 2025. Zuvor hatte sich ALS zunächst durch eine Schwäche in seiner rechten Hand bemerkbar gemacht, anschließend verschlechterte sich sein körperlicher Zustand schnell. Mittlerweile kann der frühere Footballspieler weder eine Tasse festhalten noch seine kleine Tochter auf den Arm nehmen. Besonders belastend sei für ihn, dass sein Verstand weiterhin vollkommen klar ist, während sein Körper immer mehr alltägliche Fähigkeiten verliert. Auch sein Terminkalender richtet sich mittlerweile nach seinem Gesundheitszustand. Eigentlich sollte Chris am 13. September in den Ring of Honor der Tennessee Titans aufgenommen werden, die Ehrung musste allerdings kurzfristig verschoben werden, weil er und seine Familie die Reise nach Nashville nicht antreten konnten.
Öffentlich gemacht hatten Chris und Brittany die Erkrankung rund zwölf Wochen zuvor in der US-Sendung "Good Morning America". Schon bei diesem Auftritt konnte der Sportler nicht mehr selbst sprechen. Stattdessen nutzte er einen augengesteuerten Sprachcomputer, der seine Gedanken mit seiner eigenen Stimme wiedergibt. Trotz aller Einschränkungen richtet der Familienvater den Blick nach vorn: Er möchte seine Söhne aufwachsen sehen, seine Tochter eines Tages zum Altar führen und noch viele weitere Jahre mit seiner Frau verbringen. Football dürfen seine Jungs übrigens weiterhin spielen – vorausgesetzt, sie kennen die Risiken und hören auf ihren Körper. Ob die unzähligen Zusammenstöße während seiner eigenen Karriere eine Rolle bei seiner Erkrankung gespielt haben, hat sich Chris durchaus gefragt. Einen Zusammenhang mit seiner Diagnose haben die Ärzte bislang allerdings nicht festgestellt.



























