Entschuldigung: Piers Morgan droht Charles Spencer mit Klage
Piers Morgan (61) will juristisch gegen Charles Spencer (62) und dessen Verlag Penguin vorgehen – und das, obwohl sich der Bruder von Prinzessin Diana (†36) bereits bei ihm entschuldigt hat. Auslöser ist eine Passage in Charles' neuem Buch "Swan Song: Diana, My Sister". Darin brachte er den Moderator mit der Veröffentlichung aufdringlicher Aufnahmen in Verbindung, die Diana beim Sport im Trikot zeigten. In einem Statement droht Piers seinem Kontrahenten laut OK! Magazine nun mit rechtlichen Schritten: "Earl Spencer hat sich bei mir für seine verleumderischen Lügen entschuldigt, die in seinem neuen Buch veröffentlicht wurden. Aber ich gehe rechtlich gegen ihn und seinen Verlag Penguin vor, damit die Lügen entfernt und Schadenersatz an den King's Trust gezahlt wird."
Die Bilder erschienen allerdings schon am 7. November 1993 im Sunday Mirror – und damit fast zwei Jahre, bevor Piers überhaupt Chefredakteur des Daily Mirror wurde. Ein Sprecher von Charles räumte den Fehler inzwischen ein: "Als Historiker ist Earl Spencer Genauigkeit wichtig. Daher möchte er klarstellen, dass seine Annahme falsch war. Earl Spencer entschuldigt sich bei Herrn Morgan für diesen Fehler." Damit ist die Sache für den Journalisten jedoch offenbar längst nicht erledigt. Piers besteht weiterhin auf den Rechtsweg: Er fordert, dass die beanstandeten Stellen aus dem Werk entfernt werden und zusätzlich Schadenersatz gezahlt wird – und zwar nicht an ihn selbst, sondern an den King's Trust.
Schon vor der öffentlichen Entschuldigung von Charles hatte Piers verlangt, die restlichen Exemplare einzustampfen und den Verkauf zu stoppen. Ein weiteres Streitthema ist ein im Buch geschildertes Telefonat rund um Dianas Beerdigung im Jahr 1997. Charles beharrt darauf, Piers damals persönlich ausgeladen zu haben, und beschreibt ihn als mürrisch und verärgert. Der Angesprochene widerspricht: "Earl Spencers Schilderung unseres Telefonats ist ebenfalls höchst irreführend. Ich war weder mürrisch noch verärgert, sondern sehr respektvoll ihm und seiner Familie gegenüber, wie ich in meinen Tagebüchern 'The Insider' schrieb."
Das Buch sorgt auch abseits dieses Streits für Gesprächsstoff. Charles schildert darin intime Details aus dem Leben seiner Schwester und ihrer Ehe mit dem heutigen König Charles III. (77) – so soll der damalige Prinz Diana am Vorabend der Hochzeit im Juli 1981 erklärt haben, dass er sie zwar heiraten wolle, sie aber nicht so liebe, wie sie es sich erhofft hatte. Auch die Zeit nach ihrem Tod ist Thema: Charles schreibt dem König den Satz "Wir werden sie früh genug vergessen" zu. Der Buckingham-Palast stellte daraufhin infrage, ob die Trauer die Erinnerung des Autors beeinflusst haben könnte. Dianas Bruder beharrt jedoch auf den genauen Wortlaut.


























