Statussymbol: Kristin Scott Thomas hadert mit Facelifting
Kristin Scott Thomas spricht mit 66 Jahren offen über ihre zwiespältige Haltung zu einem möglichen Facelifting. Im Gespräch mit The Telegraph erklärte die Schauspielerin, die durch "Vier Hochzeiten und ein Todesfall" bekannt wurde, dass sie der Idee einerseits durchaus etwas abgewinnen kann – andererseits sieht sie Schönheitsoperationen immer mehr als ein Zeichen von Wohlstand. "Ich weiß es nicht. Ich meine, Schauspielerinnen wie Imelda Staunton arbeiten weiterhin, und ich glaube nicht, dass sie jemals diesen Weg eingeschlagen hat. Ich glaube auch nicht, dass Maggie Smith das jemals getan hat", betonte Kristin. Besonders nachdenklich habe sie der Rat einer jüngeren Frau aus New York gemacht. Diese habe ihr gesagt, dass sie nach einem Facelifting nie wieder gleich aussehen, sondern schlicht "teuer" wirken würde. "Und ich dachte – sie hat recht", so die Schauspielerin.
Ihre grundsätzliche Kritik formulierte die Britin gegenüber dem Blatt deutlich: "Ich glaube, ein Facelifting ist mittlerweile zu einer Art Statussymbol geworden. Es geht darum, seinen Reichtum zur Schau zu stellen. Und der Rest von uns geht entweder unter oder schwimmt", erklärte sie gegenüber The Telegraph. Dennoch könne auch sie sich dem Druck rund um das Altern nicht vollständig entziehen. "Aber ich bin diesbezüglich ziemlich hin- und hergerissen, denn es ist immer ein wenig herabwürdigend, wenn jemand sagt: 'Diese Frau hat sich nicht um sich gekümmert.' Tief im Inneren sind uns diese Dinge eben doch wichtig", räumte die Schauspielerin ein. Skeptisch blickt sie zudem auf die vielen vermeintlich kleinen Eingriffe, die sich mit der Zeit summieren. Es gebe durchaus 70-jährige Frauen, die mit einem möglichen Brauenlifting fantastisch aussähen – schwierig werde es aus ihrer Sicht erst, wenn immer mehr Veränderungen dazukommen. Eine frühere Visagistin brachte es einst drastisch auf den Punkt: "Oh, ihr Gesicht sieht aus, als wäre es umgepflügt worden."
Komplett auf Beauty-Behandlungen verzichtet Kristin allerdings nicht. Dabei setzt sie nach eigener Aussage ausschließlich auf Methoden, für die kein operativer Eingriff nötig ist. Auf die Frage nach ihren bisherigen Erfahrungen antwortete sie The Telegraph: "Ja, aber immer nichtinvasiv. Laser, solche Sachen. Nichts, das irgendeine Erholungszeit erfordert." In Paris besucht die Film- und Theaterschauspielerin zudem eine Massagetherapeutin, deren Behandlung ungewöhnlich klingt. Die Expertin greift bei der Behandlung sogar mit den Händen in den Mund ihrer Kundin, um dort verspannte Muskeln zu lockern. Vom Ergebnis ist Kristin jedenfalls überzeugt, auch wenn die Prozedur ihren Preis hat: "Sie löst einfach all diese Muskeln, und es ist erstaunlich. Oh, aber es tut weh", schilderte sie. Damit bleibt die Schauspielerin ihrer Linie treu: Sie nutzt Beauty-Anwendungen, zieht bislang jedoch eine klare Grenze bei invasiven Eingriffen und längeren Erholungsphasen.





















