Hugh Laurie erkannte seine Depression beim Stockcar-Rennen
Auch wenn Hugh Laurie (67) in der bekannten Serie Dr. House einen unterkühlten und verschlossenen Charakter spielt, geht der Schauspieler im echten Leben mit dem Thema mentale Gesundheit sehr offen um. Wie The Standard berichtete, erkannte der Schauspieler den Ernst seiner Depression ausgerechnet bei einem Stockcar-Rennen, an dem er für einen wohltätigen Zweck teilnahm. Rund um ihn herum explodierten Autos und überschlugen sich – doch der Brite empfand dabei vor allem eines: Langeweile. Genau diese fehlende emotionale Reaktion versetzte ihn in Alarmbereitschaft. "Ich dachte: 'Das kann nicht richtig sein. Ich müsste es entweder mit jeder Faser meines Körpers hassen oder es lieben, denn das ist ein extremes Erlebnis'", schilderte er den Schlüsselmoment. Und weiter: "Mir wurde klar, dass dies der Gemütszustand eines depressiven Menschen war." Für ihn war damit klar, dass er sich Hilfe suchen und etwas an seiner Situation ändern musste.
Dass die Krankheit auch Auswirkungen auf sein Umfeld hatte, machte Hugh in dem Gespräch ebenfalls deutlich. Seine Ehefrau Jo Green, die drei gemeinsamen Kinder und sein Freundeskreis bekamen die Folgen zu spüren. "Es beeinflusste alles – meine Familie und Freunde. Es war verdammt anstrengend, mich um sich herum zu haben", beichtete der "Dr. House"-Darsteller. Mit sich selbst ging der Schauspieler dabei hart ins Gericht: "Ich war unglücklich und selbstbezogen. Es ist tatsächlich egoistisch, depressiv zu sein und nicht zu versuchen, etwas dagegen zu unternehmen." Seinen Zustand habe er zunächst selbst als Depression eingeordnet und daraufhin den Entschluss gefasst, aktiv zu werden. Er räumte jedoch auch ein, nicht genug über die Krankheit zu wissen, um wissen zu können, ob sie klinisch gewesen sei. Für ihn war jedoch klar, dass es um weit mehr als bloße Traurigkeit ging.
Hugh kam 1959 in Oxford zur Welt und ist seit 1989 mit der Theateradministratorin Jo verheiratet. Schon über seine Kindheit sprach der Schauspieler in der Vergangenheit offen – und beschrieb sie als nicht gerade einfach. Über seine Mutter Patricia sagte er 2006 in der Sendung "Inside the Actors Studio": "Ich war eine Enttäuschung für sie. Sie mochte mich nicht." Sein Studium ermöglichte ihm dagegen prägende Begegnungen: Bei der Theatergruppe Cambridge Footlights lernte er Emma Thompson (67) kennen, mit der er eine Beziehung führte. Auch nach dem Liebesaus blieben die beiden eng befreundet. Außerdem war sie die Person, die ihn später mit Stephen Fry (69) bekannt machte – an dessen Seite Hugh anschließend eines der bekanntesten Comedyduos Großbritanniens bildete. Und vor neun Monaten feierte seine Kultrolle als Gregory House im deutschen Free-TV ein spätes Comeback.

























