Schüsse auf Rihannas Haus: Angeklagter droht lebenslang
Im Fall der Schüsse auf das Anwesen von Rihanna (38) gibt es eine neue Wendung vor Gericht. Ivanna Lisette Ortiz ist in Los Angeles offiziell wegen versuchten Mordes und 13 weiterer Straftaten angeklagt worden. Die 36-Jährige soll im März quer durch die USA gefahren sein und mit einer halbautomatischen Waffe auf das Haus der Sängerin und ihres Partners ASAP Rocky (37) in Beverly Hills geschossen haben – während sich die Familie auf dem Grundstück aufhielt. Beim jüngsten Gerichtstermin erschien Ivanna in gelber Gefängniskleidung. Über ihre Verteidigung ließ sie auf nicht schuldig plädieren. Damit weist die mutmaßliche Schützin die schweren Vorwürfe zurück. Sollte sie in allen 14 Anklagepunkten schuldig gesprochen werden, droht ihr eine lebenslange Haftstrafe. Die Anklage rückt damit einen Vorfall erneut in den Fokus, bei dem trotz zahlreicher anwesender Personen niemand körperlich verletzt wurde.
Neben dem Vorwurf des versuchten Mordes werden Ivanna zehn Fälle von Angriff mit einer tödlichen Waffe zur Last gelegt – jeweils einer für jede Person, die sich in den beiden betroffenen Bereichen des Grundstücks befand. Hinzu kommen drei Vorwürfe wegen Schüssen auf ein bewohntes Haus oder einen bewohnten Wohnwagen. Der Richter ordnete Untersuchungshaft an und setzte die Kaution auf rund 2,3 Millionen Euro fest. Die Anklageschrift lag bereits seit Juni vor, blieb zunächst aber unter Verschluss, da die Beschuldigte über Monate psychiatrisch untersucht wurde. Erst einen Tag vor Bekanntgabe der Anklage erklärte ein anderes Gericht sie für psychisch verhandlungsfähig. Laut NBC News soll Ivanna auf Facebook behauptet haben, Rihanna wolle sie töten. Zudem richtete sie dort eine deutliche Forderung an die Musikerin: "Sag mir etwas direkt, anstatt herumzuschleichen und über mich zu reden, wenn ich nicht da bin."
Die Schüsse waren am Nachmittag des 8. März gefallen. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich den Angaben zufolge etwa zehn Menschen auf Rihannas Anwesen auf. Rihanna und ASAP sollen sich während des Vorfalls in einem Wohnwagen auf dem Grundstück befunden haben. Die drei kleinen Kinder des Paares, RZA, Riot und Rocki, waren gemeinsam mit ihrer Nanny in einem Zimmer des Hauses. Sie werden in dem Verfahren ausdrücklich als Opfer geführt. Auch die Mutter der Sängerin sowie mehrere Mitarbeiter waren zur Tatzeit im Gebäude. Obwohl so viele Menschen vor Ort waren, wurde niemand verletzt. Nach den Schüssen nahmen die Ermittler die Suche nach der verantwortlichen Person auf. Ivanna wurde schließlich als mutmaßliche Schützin identifiziert und festgenommen. Nun muss vor Gericht geklärt werden, ob sie für die Schüsse und die weiteren ihr zur Last gelegten Taten verantwortlich ist. Bis zu einem rechtskräftigen Urteil gilt für die Angeklagte die Unschuldsvermutung.























