"The Deb": Produzenten werfen Rebel Wilson Prozessbetrug vor

"The Deb": Produzenten werfen Rebel Wilson Prozessbetrug vor

- Anna Pejsek
Lesezeit: 2 min
Promiflash.de bei Google bevorzugenPromiflash.de bei Google bevorzugen

Im juristischen Tauziehen rund um den Film "The Deb" muss sich Rebel Wilson (46) nun mit besonders heiklen Anschuldigungen auseinandersetzen. Die Produzenten Amanda Ghost, Vince Holden und Gregor Cameron werfen der Schauspielerin und Regisseurin Prozessbetrug vor. In einem am Dienstag eingereichten Schriftsatz behaupten sie, Rebel habe unter Eid gelogen und für den Fall bedeutendes Beweismaterial gezielt verändert, angefertigt oder vernichtet. Damit steht der Vorwurf des Prozessbetrugs im Raum. Rebels Anwältin Allyson Thompson wies die Darstellung der Gegenseite am Mittwoch deutlich zurück. "Dies ist ein hart umkämpfter Fall, und dies ist ein weiteres Beispiel für die taktischen Spielchen der Kläger, mit denen sie Frau Wilson verunglimpfen wollen. Eine umfassende Erwiderung auf den jüngsten Schriftsatz ist in Arbeit", erklärte die Juristin gegenüber Page Six.

Konkret behauptet der Anwalt der Produzenten, Rebel habe bei zwei Versuchen, die Verleumdungsklage abweisen zu lassen, zu mehreren wesentlichen Punkten falsche Angaben unter Eid gemacht und sich so einen unfairen Vorteil verschafft. In den Gerichtsunterlagen, die Page Six vorliegen, heißt es dazu wenig zurückhaltend: "Wilsons Fehlverhalten ist so allgegenwärtig und so unbestreitbar vorsätzlich, dass es das gesamte Verfahren beeinträchtigt und [Amanda Ghosts] Möglichkeit, die Beweisaufnahme abzuschließen und ein faires Verfahren zu erhalten, wesentlich einschränkt." Die Kläger argumentieren also, dass ihre Chance auf einen fairen Prozess durch das angebliche Verhalten der Australierin massiv geschmälert werde. Allyson sieht in dem Vorstoß dagegen lediglich "einen weiteren Versuch, Frau Wilson zu verunglimpfen". Sämtliche Anschuldigungen gegen die Filmemacherin sind bislang unbewiesene Behauptungen der Produzentenseite und wurden gerichtlich nicht bestätigt.

Auslöser des Konflikts waren öffentliche Aussagen von Rebel über die Produktion von "The Deb". Sie hatte behauptet, Amanda habe Hauptdarstellerin Charlotte MacInnes sexuell belästigt, während Vince und Gregor Gelder aus dem Filmbudget veruntreut haben sollen. Hintergrund des Belästigungsvorwurfs ist eine Szene aus dem Jahr 2023: Nach einem Bad am Bondi Beach stiegen Amanda und Charlotte in einer Wohnung in Sydney gemeinsam in eine Badewanne. Charlotte stellte selbst klar, dass sie freiwillig und im Badeanzug in die Wanne gestiegen sei, um Amanda nach deren heftiger Reaktion auf das kalte Meerwasser beim Aufwärmen zu helfen. Die drei Produzenten reichten 2024 eine Verleumdungsklage ein, Rebels Versuche, diese zu stoppen, blieben erfolglos. Auch Charlotte erhob eine separate Verleumdungsklage, nachdem Rebel ihr unterstellt hatte, den angeblichen Missbrauch aus Karrieregründen herunterzuspielen. Anfang 2026 entschied ein Gericht in diesem Verfahren zugunsten von Rebel.

Rebel Wilson trifft am Federal Court of Australia in Sydney ein, 22. September 2026
Imago
Rebel Wilson trifft am Federal Court of Australia in Sydney ein, 22. September 2026
Amanda Ghost trifft am Bundesgerichtshof von Australien in Sydney ein, 21. September 2026
Imago
Amanda Ghost trifft am Bundesgerichtshof von Australien in Sydney ein, 21. September 2026
Charlotte MacInnes und Rebel Wilson vor Gericht in Sydney
Imago
Charlotte MacInnes und Rebel Wilson vor Gericht in Sydney