Königin Mette-Marit sagt Parlamentseröffnung kurzfristig ab
Königin Mette-Marit (53) muss bei einem der wichtigsten Termine des norwegischen Staatskalenders passen. Kurz vor Beginn der feierlichen Eröffnung des Stortings, des Parlaments in Oslo, meldet der norwegische Hof gegenüber NRK die Absage der Königin. Der Grund: Mette-Marit leidet an einer Atemwegsinfektion und kann deshalb nicht an der Zeremonie teilnehmen. Ihre Lungentransplantation liegt derweil erst wenige Monate zurück. Besonders bitter ist das Fernbleiben, weil ihr Ehemann König Haakon VIII. (53) an diesem Tag zum ersten Mal überhaupt die Eröffnung des Parlaments vornimmt.
An seiner Seite steht deshalb nicht seine Frau, sondern Kronprinzessin Ingrid Alexandra (22). Die Thronfolgerin springt damit erneut bei einem bedeutenden royalen Anlass für ihre erkrankte Mutter ein und begleitet ihren Vater zu diesem offiziellen Termin. Für die Königin ist es der nächste Auftritt, den sie aus gesundheitlichen Gründen streichen musste. Die Parlamentseröffnung zählt zu den wenigen königlichen Verpflichtungen, die trotz der nach dem Tod von König Harald V. (†89) weiterhin geltenden Hoftrauer überhaupt stattfinden. Umso größer ist die Aufmerksamkeit für den Termin.
Mette-Marit befindet sich unterdessen in einer längerfristigen Rehabilitation nach ihrer Operation. Ihr behandelnder Arzt Are Holm zeigte sich gegenüber NRK mit dem bisherigen Verlauf zufrieden. Gleichzeitig machte er deutlich, dass der Weg zurück noch lange dauern wird: "Die Königin befindet sich weiterhin in einer Rehabilitationsphase, die nach der Operation ungefähr ein Jahr dauern wird." Wie lange die Atemwegsinfektion die Royaldame außer Gefecht setzen wird und wann sie ihre öffentlichen Aufgaben wieder aufnehmen kann, teilte der Hof zunächst nicht mit.
























