Königin Mette-Marit muss bei Epstein-Anhörung nicht aussagen
Das norwegische Parlament hat am Mittwoch öffentliche Anhörungen zu den Verbindungen zwischen dem verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) und hochrangigen norwegischen Persönlichkeiten aufgenommen. Das Justizministerium von US-Präsident Donald Trump hatte im Januar Millionen von Dokumenten im Zusammenhang mit Epstein veröffentlicht, die Verbindungen zu Politikern, Mitgliedern des Königshauses und Superreichen auf der ganzen Welt offenbarten – der Skandal hatte auch die Norweger erschüttert. Doch nur ein Teil derer, die namentlich in den Dokumenten auftauchten, muss sich nun in Oslo für sein Verhalten rechtfertigen.
Elf ehemalige Regierungsmitglieder sind diese Woche zur sogenannten Epstein-Anhörung ins norwegische Parlament vorgeladen worden. Obwohl sie nicht vor dem Parlament erscheinen, werden mehrere andere prominente Norweger mit Verbindungen zu Epstein, darunter der ehemalige Ministerpräsident Thorbjørn Jagland, wegen Korruptionsvorwürfen von der Polizei untersucht. Königin Mette-Marit (53), die Ehefrau des frisch gekrönten König Haakon VIII. (53), hat sich für ihre Freundschaft mit Epstein entschuldigt und ist nicht Gegenstand der Anhörung. Das berichtet die norwegische Tageszeitung Dagbladet.
Mette-Marit und der verstorbene US-Amerikaner sollen über Jahre hinweg Kontakt gehabt und sich über viele private Dinge ausgetauscht haben – auch nachdem dieser bereits zum ersten Mal verurteilt worden war. Im März stellte sich Mette-Marit live im TV den drängenden Fragen zu ihrer Verbindung mit Epstein. Dort machte sie deutlich, sie habe sich von ihm manipulieren und täuschen lassen und bereue heute, ihn jemals getroffen zu haben. Rückendeckung bekam sie nicht nur von ihrem Ehemann Haakon, sondern auch vom mittlerweile verstorbenen König Harald (†89).


























