Regel: Darum durfte König Felipe nicht neben Letizia sitzen
Beim festlichen Staatsbankett im Königspalast von Madrid zu Ehren des französischen Präsidenten Emmanuel Macron (48) und seiner Ehefrau Brigitte Macron (73) sorgte vor allem ein Detail für Aufmerksamkeit: König Felipe (58) nahm nicht an der Seite seiner Frau Königin Letizia (54) Platz, sondern direkt neben der französischen Première Dame. Auch Letizia wurde getrennt von ihrem Mann gesetzt – sie bekam ihren Stuhl an der Seite von Emmanuel zugewiesen. Dahinter steckte allerdings kein privater Grund, wie das Magazin ¡HOLA! berichtet, sondern eine Gepflogenheit des Protokolls...
Was dahintersteckt, ist die sogenannte eheliche Distanz. Bei offiziellen Banketten werden Eheleute und feste Partner bewusst auseinandergesetzt. So sollen sich die Gäste den jeweiligen Tischnachbarn zuwenden und die Gespräche in der Runde offen bleiben, statt dass sich vertraute Zweierkonstellationen bilden. Protokollexpertin Marina Fernández stellte gegenüber ¡HOLA! klar, dass es sich dabei trotz des Namens um keine verbindliche Vorgabe handelt. "Es ist kein Gesetz; es ist eine Protokoll- und Gästeordnungstechnik", erklärte sie. Paare würden getrennt platziert, "damit die Unterhaltung nicht monopolisiert wird".
Der Plan ging an diesem Abend offenbar auf: Felipe und Brigitte zeigten sich im Laufe des Essens ausgesprochen vertraut, und auch an den übrigen Plätzen kamen Gespräche in Gang und sorgten für eine gelöste Stimmung. Die Sitzordnung war bis ins kleinste Detail durchdacht und sollte gemeinsam mit der Gästeliste und dem Menü das institutionelle Gleichgewicht sowie das gute Verhältnis zwischen Spanien und Frankreich sichtbar machen. Geladen waren nicht nur Vertreter aus Politik und Institutionen, sondern auch Persönlichkeiten aus Kultur, Sport und Geistesleben – darunter Sängerin Luz Casal und Schauspielerin Carmen Maura.




























