Diana-Buch: Phil Collins hat klare Worte zu Charles Spencer

Diana-Buch: Phil Collins hat klare Worte zu Charles Spencer

- Yasmin Keller
Lesezeit: 2 min
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Phil Collins (75) findet deutliche Worte zu den Memoiren über Prinzessin Diana (†36) von ihrem Bruder Charles Spencer (62). In einem Vorschauclip zu seinem Gespräch mit Piers Morgan (61) auf YouTube geht der Musiker mit dem Buch "Swan Song: Diana, meine Schwester" hart ins Gericht. Die darin geschilderte Reaktion von König Charles III. (77) nach dem Tod von Prinzessin Diana kann der Sänger offenbar nicht nachvollziehen – stattdessen stellt er sich klar hinter den Monarchen. Auf die Frage, ob der damalige Prinz von Wales nach Dianas Tod womöglich "schwindelig vor Freude" gewesen sein könnte, entgegnete er bei "Piers Morgan Uncensored": "Nein, ich glaube nicht, dass das überhaupt passiert ist." Das Buch von Dianas Bruder Charles bezeichnete er als "entsetzlich" – und räumte im selben Atemzug ein: "Ich habe es nicht gelesen und werde es auch nicht lesen."

Hinter der Veröffentlichung vermutet Phil ein durchdachtes Kalkül. "Aber er weiß, was er tut, oder die Verlage wissen, was sie tun, denn jeder wird das Buch lesen wollen. Das ist offensichtlich", erklärte er im Gespräch mit Piers Morgan. Seine Verteidigung des Königs begründet Phil mit jahrzehntelangen persönlichen Begegnungen: Seit 40 Jahren sei er mit dem früheren Prince's Trust, dem heutigen King's Trust, verbunden und habe Charles in dieser Zeit immer wieder getroffen. Er berichtete von persönlichen Briefen des Monarchen und von einem Besuch bei einer Veranstaltung des King's Trust im Palast, die erst kürzlich stattgefunden habe. "Ich habe ungeheuren Respekt vor ihm", lautete sein Fazit. Besser würde es ihm gefallen, wenn Charles Spencer sämtliche Einnahmen an eine Wohltätigkeitsorganisation oder eine Stiftung Dianas spenden würde. Ansonsten sehe er keine Gewinner – außer dem Verlag und vermutlich dem Autor selbst.

In den Memoiren erhebt Dianas Bruder Charles Spencer einen schweren Vorwurf gegen seinen ehemaligen Schwager: Der König soll nach dem Tod Dianas im Jahr 1997 überschwänglich glücklich reagiert haben. Der Buckingham-Palast wies die Darstellung ungewöhnlicherweise zurück und verwies darauf, dass Trauer Erinnerungen und Urteilsvermögen beeinflussen könne. König Charles soll über die Anschuldigungen außer sich gewesen sein. Charles Spencer legte bei einer Buchveranstaltung mit Tina Brown in New York noch einmal nach. Dort nannte er das Statement des Palasts "sehr aggressiv" und warf der Institution "Gaslighting" vor. Außerdem argumentierte er, der König habe die Möglichkeit gehabt, zu schweigen oder die Behauptung ausdrücklich zu bestreiten – beides sei nicht geschehen.

Phil Collins im März 2018
Getty Images
Phil Collins im März 2018
Charles Spencer im Mai 2024
Getty Images
Charles Spencer im Mai 2024
Prinzessin Diana im schwarzen Christina-Stambolian-Kleid bei der Vanity-Fair-Party in der Serpentine Gallery, London 1994
Imago
Prinzessin Diana im schwarzen Christina-Stambolian-Kleid bei der Vanity-Fair-Party in der Serpentine Gallery, London 1994
Findet ihr, Phil Collins liegt mit seiner Kritik an Charles Spencers Buch richtig?