Michael Douglas hat Schuldgefühle wegen Sohn Cameron
Kurz vor der Veröffentlichung seiner Autobiografie "One Helluva Ride" am 6. Oktober 2026 schlägt Michael Douglas (82) ungewohnt selbstkritische Töne an. Im Gespräch mit The New York Times blickt der Hollywoodstar auf die frühen Jahre mit seinem ältesten Sohn Cameron Douglas (47) zurück – und gesteht, damals viel zu selten an dessen Seite gewesen zu sein. "Ich war oft nicht da, deshalb trage ich meine eigene Schuld in Bezug auf Cameron", sagt der Schauspieler dem Blatt. Besonders schwer fällt ihm dieses Kapitel seiner Lebensgeschichte mit Blick auf das, was später folgte: Cameron kämpfte mit einer Suchterkrankung und saß jahrelang im Gefängnis. Er stammt aus Michaels erster Ehe mit Diandra Luker. Camerons Weg verlief über Jahre dramatisch: 2007 wurde er wegen des Besitzes einer kontrollierten Substanz angeklagt, 2009 folgte die Festnahme. Insgesamt verbrachte er sieben Jahre hinter Gittern, ehe er 2016 wieder freikam.
Weil Vater und Sohn an unterschiedlichen Küsten der USA lebten, blieb nach Michaels Worten deutlich weniger gemeinsame Zeit, als er sich rückblickend gewünscht hätte. Michael und Diandra ließen sich im Jahr 2000 scheiden. Laut offizieller Buchbeschreibung nimmt auch Michaels verzweifelter Kampf, seinen Sohn vor der Sucht zu bewahren, die ihn schließlich ins Gefängnis brachte, viel Raum in den Memoiren ein. Zu Wort kommen in dem Werk nicht nur Cameron, sondern auch Michaels Ehefrau Catherine Zeta-Jones (57), die gemeinsamen Kinder Dylan und Carys sowie weitere Angehörige und Freunde. Gewidmet hat der Schauspieler sein Buch seiner Familie. Über die Erkenntnis, die er bei der Arbeit mit Shane Salerno und Michael Fleming Jr. gewonnen habe, sagte er The New York Times: "Mir wurde allmählich klar, wie wichtig Familie wirklich ist. Sie ist es, die uns zusammenhält."
Bei der Ankündigung seiner Autobiografie erklärte Michael bereits, keine reine Erfolgsbilanz vorlegen zu wollen, sondern eine ungeschönte Lebensgeschichte. Demnach thematisiert das Buch unter anderem sein Aufwachsen im Schatten seines berühmten Vaters Kirk Douglas (†103), seine erste Ehe, Untreue und seine eigenen Erfahrungen mit Alkohol und Drogen. Auch der Aufenthalt in einer Entzugsklinik wird nicht verschwiegen. Das lange schwierige Verhältnis zu Kirk, das im Alter inniger wurde, arbeitet der Schauspieler zudem auf. Sein Vater habe später gescherzt: "Michael, wenn ich gewusst hätte, wie erfolgreich du einmal sein würdest, wäre ich netter gewesen." Deutlich mehr Ruhe hat Michael nach eigener Aussage an der Seite von Catherine gefunden. "Ich habe in all den Jahren, die Catherine und ich zusammen sind, und seit ich weniger im Geschäft tätig bin, viel mehr Freude und Frieden gefunden", erklärte er The New York Times.


























