Nach Militär-Aus verlor Prinz Harry "Teil seiner Identität"
Prinz Harry (42) hat einen persönlichen Einblick in die Zeit nach seinem Abschied von der britischen Armee gegeben. In einer Videobotschaft an das NATO-Militärkomitee in Brüssel sprach der Royal am Donnerstag darüber, wie sehr ihn das Ende seiner Militärkarriere beschäftigt hatte. Von 2005 bis 2015 stand Harry insgesamt zehn Jahre im Dienst und absolvierte währenddessen zwei Einsätze in Afghanistan. Der Abschied von der Armee bedeutete für ihn deshalb weit mehr als einen beruflichen Wechsel. "Als ich meine Uniform an den Nagel hängte, hatte ich das Gefühl, nicht nur einen Beruf verloren zu haben, sondern einen Teil meiner Bestimmung und Identität", erklärte der Herzog von Sussex laut People. Gleichzeitig betonte er, selbst Glück gehabt zu haben: Nach seiner Dienstzeit fand er eine neue Aufgabe, durch die er sich weiterhin engagieren konnte.
Diese persönliche Erfahrung prägt laut Harry auch sein Engagement für die Invictus Games, die er 2014 für verwundete, verletzte und erkrankte Soldaten sowie Veteranen ins Leben rief. Bei dem Wettbewerb gehe es keineswegs nur um sportliche Erfolge. "Invictus ist kein Sportereignis", stellte der zweifache Vater in seiner Ansprache klar. Vielmehr diene der Sport als Mittel, um ehemaligen Soldaten dabei zu helfen, neues Selbstvertrauen und Orientierung zu entwickeln und wieder ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Gleichzeitig machte Harry auf eine aus seiner Sicht bestehende Lücke bei der Unterstützung von Militärangehörigen aufmerksam. Während Soldaten intensiv auf ihre Einsätze vorbereitet würden, falle die Betreuung nach ihrer Rückkehr und insbesondere beim Wechsel vom Militär- ins Zivilleben häufig deutlich geringer aus.
Auch mit Harrys Familienleben sind die Invictus Games inzwischen eng verbunden. Etwa zwölf Wochen vor seiner Ansprache an das NATO-Militärkomitee hatte der Royal in Birmingham an einem "Invictus-One-Year-to-go-Event" teilgenommen. Danach soll er gemeinsam mit seiner Frau, Herzogin Meghan (45), und den beiden Kindern Prinz Archie (7) und Prinzessin Lilibet (5) nach Highgrove House in Gloucestershire gereist sein. Dort sollen die Sussexes privat von König Charles III. (77) und Königin Camilla (79) empfangen worden sein. Für Harry und seinen Vater war es dem damaligen Bericht zufolge das erste bestätigte persönliche Aufeinandertreffen seit rund zehn Monaten.






















