

Ohne Geld vom König: Andrew kämpft gerichtlich gegen Polizei
König Charles III. (77) gibt seinem jüngeren Bruder Andrew Mountbatten-Windsor (66) bei dessen juristischem Kampf finanziell keine Unterstützung. Aus Palastkreisen heißt es, dass der Monarch die Kosten für das anstehende Verfahren gegen die Thames Valley Polizei nicht übernehmen wird. Zwar unterstützt Charles den Ex-Prinzen weiterhin aus privaten Mitteln – doch er hat ausdrücklich verfügt, dass von diesem Geld kein einziges Pfund in das gerichtliche Überprüfungsverfahren fließen darf. Die voraussichtlich hohen Anwalts- und Gerichtskosten muss Andrew also aus eigener Tasche zahlen. Inhaltlich geht er gegen die Durchsuchungsbeschlüsse vor, auf deren Grundlage Ermittler seinen früheren Wohnsitz Royal Lodge in Windsor im Februar 2026 durchsuchen durften. Demnächst startet vor dem High Court eine zunächst nicht öffentliche Anhörung. Richter Hilliard befasst sich dort mit dem Antrag der Polizei, den Zugang zu den Gerichtsunterlagen einzuschränken. Ob Andrew persönlich im Gerichtssaal erscheint, ist bislang offen.
Hintergrund ist die Festnahme des Royals an seinem 66. Geburtstag Anfang des Jahres. Wegen des Verdachts auf Fehlverhalten in einem öffentlichen Amt wurde er elf Stunden lang festgehalten, unter Vorbehalt vernommen und anschließend bei laufenden Ermittlungen wieder freigelassen. Der Vorwurf lautet, er habe in seiner Zeit als britischer Handelsbeauftragter sensible Informationen an den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) weitergegeben. Jegliches Fehlverhalten im Zusammenhang mit Epstein weist Andrew nach wie vor konsequent zurück. Mit der gerichtlichen Überprüfung will er klären lassen, ob seine Festnahme und die genehmigten Razzien rechtmäßig waren. Laut The Telegraph nahmen die Beamten bei den mehrtägigen Durchsuchungen Dokumente und weitere Gegenstände mit. Selbst wenn Charles Bruder einen Erfolg vor Gericht erreicht, wäre die Auswirkung begrenzt: Strafrechtsexperte Nick Vamos verwies darauf, dass die Polizei bei einem bloßen Verfahrensfehler beim Crown Court beantragen könnte, das sichergestellte Material trotzdem zu behalten. Kostenexperte Matthew Kain rechnet mit einem Verfahren über Monate und Ausgaben in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro.
Die Thames Valley Polizei äußerte sich zurückhaltend: "Während unsere Ermittlungen wegen Fehlverhaltens in einem öffentlichen Amt andauern, sind wir an einem Gerichtsverfahren zu Durchsuchungsbeschlüssen beteiligt, die zuvor vom Central Criminal Court erteilt wurden", hieß es in der Stellungnahme. "Da dieses Gerichtsverfahren derzeit läuft, wäre es unangemessen, weitere Kommentare abzugeben." Sollten die Behörden mit ihrem Geheimhaltungsantrag scheitern, könnten nach der Anhörung erste Details an die Öffentlichkeit gelangen. Für Andrew ist der Schritt vor Gericht das erste öffentliche Aufbegehren seit seinem Fall innerhalb der Königsfamilie: Wegen seiner Verbindungen zu Epstein verlor er seine Titel und musste die Royal Lodge räumen. Zuletzt soll Andrew zudem verärgert haben, dass König Charles Prinz Harry (42) und Herzogin Meghan (45) bei deren Rückkehr nach Großbritannien herzlich empfing.



























