Rupert Everetts Landleben: Die wilden Zeiten sind vorbei
Seit dem Tod seiner Mutter lebt Rupert Everett zurückgezogen in jenem Dorf in Wiltshire, in das der Schauspieler einst gezogen war, um sich im hohen Alter um sie zu kümmern. Sara Everett starb 2025 im Alter von 91 Jahren. Nach ihrem Tod blieb der "Rivals"-Darsteller gemeinsam mit seinem Ehemann Henrique dort wohnen und führt inzwischen ein bewusst ruhiges Landleben. Wie sich der Verlust für ihn anfühlt, schilderte Rupert nun gegenüber The Telegraph. "Was ich jetzt fühle, ist ... Leere. Denn wenn deine Mutter lebt, ist da eine Schwingung – die Schwingung uneingeschränkter, bedingungsloser Bewunderung ...", erklärte der Brite. Dieses Gefühl, von der eigenen Mutter bedingungslos geliebt zu werden, lasse sich durch nichts ersetzen.
Wie sehr ihm die mütterliche Zuneigung fehlt, beschrieb Rupert Everett mit einem ungewöhnlichen Bild: Er verglich sie mit einem Motorboot, das man in der Ferne stets hört und dessen Geräusch plötzlich verstummt. "Keine KI und keine Maschine wird das jemals nachbilden können, denn es ist die innige Verbundenheit, die eine Mutter für ihr Kind empfindet", betonte er. Seiner Mutter hatte Rupert versprochen, sie weder in ein Heim zu geben noch im Krankenhaus sterben zu lassen. Die Palliativpflege sei herausfordernd gewesen, dennoch empfinde er es als Privileg, bei ihrem Tod anwesend gewesen zu sein. Sein älterer Bruder Simon war in diesem Moment nicht dabei. Inzwischen hat sich Ruperts Leben in Wiltshire stark verändert. "Ich lebe jetzt ein völlig anderes Leben. Ich verbringe es ziemlich isoliert, aber nicht auf eine schlechte Art. Ich bin sehr glücklich", erzählte er laut Hello!. Er genießt die Natur und die Stille. Da beide Eltern in demselben Dorf starben, sei der Ort für ihn zu einem Teil seiner selbst geworden.
Ruhige Tage auf dem Land statt eines Lebens voller Exzesse: Rupert Everett hat nach eigenen Schilderungen einen deutlichen Wandel hinter sich. In der Vergangenheit sprach der Schauspieler offen über Drogenexperimente, darunter auch Erfahrungen mit Heroin, sowie über Begegnungen mit der Welt der Sexarbeit und zahlreiche Romanzen. Heute ist sein Alltag weit weniger turbulent. Im Mittelpunkt stehen seine Ehe mit Henrique, das Leben inmitten der Natur und die besondere Verbindung zu dem Dorf in Wiltshire, in dem seine beiden Eltern starben und in dem er seine Mutter in ihren letzten Jahren begleitete.

























