Nach Razzia-Urteil: Erwägt Andrew Schritte gegen Charles?

Nach Razzia-Urteil: Erwägt Andrew Schritte gegen Charles?

- Theresa Neureuter
Lesezeit: 3 min
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Andrew Mountbatten-Windsor (66) zieht offenbar in Betracht, juristisch gegen seinen eigenen Bruder vorzugehen. Wie The Mirror berichtet, sollen Freunde des Royals ihn dazu ermutigen, gegen die Entscheidung von König Charles III. (77) vorzugehen. Ende 2025 wurde Andrew Mountbatten-Windsor formell das Recht entzogen, den Titel "Prinz" und die Anrede "Royal Highness" zu führen. Zudem wurde er aus dem offiziellen Register des britischen Hochadels gestrichen, sodass er dort nicht mehr offiziell als Duke of York geführt wird. Das Dukedom selbst wurde dadurch jedoch nicht rechtlich aufgehoben. Auftrieb gibt ihm dabei ein Urteil vom Donnerstag: Ein britisches Gericht erklärte die Durchsuchungsbeschlüsse für rechtswidrig, auf deren Grundlage die Polizei Anfang 2026 Razzien in seinen damaligen Wohnsitzen durchgeführt hatte. Diesen juristischen Erfolg soll der frühere Duke of York nun als Grundlage für einen umfassenden Gegenangriff nutzen wollen. Sein Ziel scheint Berichten zufolge festzustehen: Andrew hofft, auf diesem Weg seinen Prinzentitel und seine frühere Position innerhalb der britischen Königsfamilie zurückzuerlangen – und letztlich auch zu seinem alten Leben zurückzukehren.

Dem Newsletter Naughty But Nice zufolge fühlt sich der Ex-Prinz durch die Gerichtsentscheidung in seiner Sichtweise bestätigt. "Andrew glaubt, dass er rehabilitiert wurde. Er ist überzeugt, dass die Behörden falsch lagen, und jetzt will er, dass auch alle, die ihm den Rücken gekehrt haben, zugeben, dass sie falsch lagen", heißt es dort. Weiter wird berichtet: "Er will seinen Prinzentitel zurück. Er will, dass sein royaler Status wiederhergestellt wird. Er will sein altes Leben zurück. In Andrews Augen verändert dieses Urteil alles. Andrew glaubt, dass der Sieg in diesem Gerichtsverfahren bedeutet, dass er auch den Palast zurückgewinnen kann." Eine Quelle aus dem Umfeld des Königshauses erklärte gegenüber The Mirror: "Er bleibt der Sohn, Bruder und Onkel künftiger Monarchen." Andrew ist zwar nicht mehr berechtigt, den Prinzentitel und die Anrede "Royal Highness" zu führen, doch die Streichung aus dem Register bedeutet nicht, dass sein Dukedom rechtlich erloschen ist. Eine formelle Aberkennung des erblichen Adelstitels würde ein Parlamentsgesetz erfordern. Gleichzeitig geht der 66-Jährige juristisch gegen die Beschlagnahmung von Gegenständen vor, die die Thames Valley Police bei den Durchsuchungen von Marsh Farm auf dem Sandringham-Anwesen und der Royal Lodge in Windsor sichergestellt hatte.

Am 19. Februar 2026 war Andrew wegen des Verdachts auf Fehlverhalten in einem öffentlichen Amt festgenommen worden. Im Mittelpunkt stand der Vorwurf, er habe während seiner Tätigkeit als britischer Handelsbeauftragter vertrauliche Informationen an den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) weitergegeben. Nach zwölf Stunden Vernehmung wurde er wieder freigelassen, die Ermittlungen gegen ihn dauerten jedoch an. Anschließend beantragte Andrew eine gerichtliche Überprüfung des Polizeieinsatzes. Seine royale Stellung hatte er bereits Ende 2025 eingebüßt; aus dem öffentlichen Leben der Königsfamilie war er aufgrund seiner Verbindung zu Epstein schon deutlich früher zurückgedrängt worden. Auch das Verhältnis zu Charles gilt als belastet: Zuletzt soll Andrew verärgert darüber gewesen sein, dass sein Bruder ihm eine neue Aufgabe im Dienste der Krone verweigert haben soll, während er Prinz Harry (42) und Herzogin Meghan (45) bei deren Rückkehr nach Großbritannien herzlich empfangen habe.

Collage: Prinz Andrew und König Charles
Justin Tallis/Afp via Getty Images, Jordan Pettitt - WPA Pool/Getty Images
Collage: Prinz Andrew und König Charles
Andrew Mountbatten Windsor fährt vom Royal Lodge die Long Walk entlang zum Reiten in Windsor, 6. Januar 2026
Imago
Andrew Mountbatten Windsor fährt vom Royal Lodge die Long Walk entlang zum Reiten in Windsor, 6. Januar 2026
Herzogin Meghan und Prinz Harry besuchen das Mental-Health-Programm Batyr an der Swinburne University in Melbourne
Getty Images
Herzogin Meghan und Prinz Harry besuchen das Mental-Health-Programm Batyr an der Swinburne University in Melbourne