Royal-Sparplan: Königin Sonja & Ingrid sollen leer ausgehen
Seit dem Tod von König Harald V. (†89) am 28. August 2026 ordnet sich in Norwegen vieles neu – auch die Finanzen des Königshauses. Laut Dagavisen sind im aktuellen Haushaltsentwurf der Regierung für Königin Sonja (89) und Kronprinzessin Ingrid Alexandra (22) vorerst keine eigenen Apanagen vorgesehen. Anders sieht es bei König Haakon VIII. (53) und Königin Mette-Marit (53) aus: Für das Königspaar sind gemeinsam 30,8 Millionen norwegische Kronen eingeplant. Das Geld dient als Vergütung für ihre royalen Verpflichtungen und soll zugleich persönliche Ausgaben decken – etwa Kosten für offizielle Garderobe sowie den Betrieb und die Instandhaltung privater Immobilien. Der Grund für die ungleiche Verteilung liegt in den aktuellen Lebenssituationen: Ingrid Alexandra konzentriert sich derzeit noch auf ihr Studium. Sonja gehört als verwitwete Königin wiederum nicht länger zum regierenden Königspaar. Endgültig beschlossen ist dieser Sparplan allerdings noch nicht. Die Regelung soll zunächst lediglich als Übergangslösung gelten und muss im Zuge des Haushaltsverfahrens noch bestätigt werden.
Wie die Apanagen innerhalb des Königshauses künftig verteilt werden, will die Regierung erst 2028 in einem neuen Vorschlag festlegen. Zunächst muss allerdings das norwegische Parlament den vorgelegten Haushaltsentwurf prüfen und die Mittel bewilligen. Ein Blick auf die Zahlen zeigt die Verschiebung: Im Haushalt 2026 bekamen das damalige Königspaar Harald und Sonja sowie das damalige Kronprinzenpaar Haakon und Mette-Marit zusammen 29,7 Millionen Kronen. Die nun allein für Haakon und Mette-Marit vorgesehenen 30,8 Millionen Kronen liegen also leicht darüber. Insgesamt sind für die Königsfamilie und das Königshaus 319 Millionen Kronen eingeplant, nach 307 Millionen Kronen im Vorjahr. Davon sollen 288 Millionen an den Hof gehen, also zehn Millionen mehr als im laufenden Haushalt. Finanziert werden damit offizielle Aufgaben, Mitarbeiter und der Unterhalt staatlicher royaler Anwesen wie das königliche Schloss, der Gutshof Bygdø und Schloss Oscarshall. Ein eigener Betrag für besondere Projekte ist diesmal nicht vorgesehen.
Für Sonja bedeutet der Sparplan eine weitere formale Veränderung seit dem Tod ihres Mannes. Die Königin gehört nicht mehr zum engeren Königshaus, sondern wird inzwischen der weiteren Königsfamilie zugerechnet. Zum innersten Kreis zählen jetzt König Haakon, seine Frau Mette-Marit und die gemeinsame Tochter Ingrid Alexandra. Zurückgezogen hat sich Sonja deshalb aber nicht: Nach dem Ende der offiziellen Trauerzeit nahm sie beispielsweise einen Termin im Nationalarchiv in Oslo wahr. Sonjas neue Stellung ist auch historisch bemerkenswert: Sie ist die erste verwitwete Königin Norwegens seit der Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1905. Welche finanziellen Regelungen künftig dauerhaft für sie und Ingrid Alexandra gelten, soll erst der für 2028 angekündigte Vorschlag zeigen. Die 22-Jährige konzentriert sich derzeit allerdings weiterhin auf ihre Ausbildung und übernimmt entsprechend noch keine umfassenden repräsentativen Pflichten.
























