Papst Leo XIV. arbeitet nach seiner Lungen-OP schon wieder

Papst Leo XIV. arbeitet nach seiner Lungen-OP schon wieder

- Florentine Naumann
Lesezeit: 2 min
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Nur wenige Tage nach einem schweren Eingriff an der Lunge sitzt Papst Leo XIV. (71) offenbar schon wieder am Schreibtisch. Bei dem Oberhaupt der katholischen Kirche war zuvor Lungenkrebs festgestellt worden. Am Dienstagnachmittag entfernten die Mediziner in der Gemelli-Klinik in Rom den unteren Lappen seiner rechten Lunge. Stationär bleibt der Pontifex vorerst dort – untätig ist er deshalb aber nicht. Bereits am Donnerstagnachmittag kam er im Krankenhaus mit mehreren Besuchern zusammen, darunter Monsignore Paolo Rudelli aus dem vatikanischen Staatssekretariat. Das Pressebüro des Vatikans bestätigte laut ABC News in einer Erklärung, dass der Papst in der Klinik "seine Arbeit wieder aufgenommen" habe. Seine Amtsgeschäfte führt Leo damit zumindest teilweise aus dem Krankenzimmer fort. Wann er die Klinik verlassen und in den Vatikan zurückkehren kann, steht bislang nicht endgültig fest. Nach derzeitiger Einschätzung dürfte sein Aufenthalt im Krankenhaus insgesamt etwa eine Woche dauern.

Auch aus medizinischer Sicht gibt es bislang positive Nachrichten. Die behandelnden Ärzte Dr. Luigi Carbone und Professor Stefano Margaritora berichten von einem planmäßigen Heilungsverlauf nach der Operation. Blutuntersuchungen und eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs am Morgen nach dem Eingriff hätten bestätigt, "dass seine postoperative Genesung normal verläuft", heißt es in einer Erklärung, die das Presseamt des Vatikans verbreitete. Die dabei ermittelten Werte lägen demnach in jenem Bereich, mit dem nach einer solchen Lungenoperation gerechnet werde. Der Papst hat zudem schon mit der Atemphysiotherapie begonnen. Darüber hinaus geht der Pontifex erste Schritte in seinem Krankenzimmer und nimmt wieder normale Mahlzeiten zu sich. Die Ärzte fassen seinen derzeitigen Zustand in ihrer Mitteilung knapp zusammen: "Seine Genesung verläuft wie erwartet." Dennoch wird der 71-Jährige weiterhin in der Gemelli-Klinik überwacht. Dort soll er sich in den kommenden Tagen weiter von dem schweren Eingriff erholen.

Erst wenige Tage zuvor hatte der Vatikan die Diagnose Lungenkrebs öffentlich gemacht. Nach dem Eingriff in der römischen Gemelli-Klinik bestätigte eine Gewebeuntersuchung demnach ein bösartiges Lungenadenokarzinom. Ob sich der Krebs bereits ausgebreitet hatte, war zu diesem Zeitpunkt noch unklar. Weitere Untersuchungen sollten darüber Aufschluss geben. Zuvor hatte Leo selbst erzählt, dass bei einem Check-up ein Schatten in seiner Lunge entdeckt worden war. Kardinalvikar Baldassare Reina rief damals zum Gebet auf: "Lasst uns gemeinsam beten und den Herrn bitten, unseren Bischof, Papst Leo, zu stärken und all jene zu trösten, die hier im Krankenhaus liegen." Besonders bitter: In der Familie kämpfte noch jemand gegen eine schwere Krankheit. Leos älterer Bruder Louis Prevost war ebenfalls in Behandlung.

Pope Leo XIV, Balkon des Petersdoms im Vatikan
Getty Images
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Papst Leo XIV. segnet den Rapper Freeman Vienna
Instagram / freeman_vienna
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Private Audienz im Fürstenpalast: Papst Leo XIV. mit Prinzessin Charlène, Fürst Albert II., Prinzessin Gabriella und Prinz Jacques
Getty Images
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