Königin Mary fühlte sich in Dänemark zunächst ausgeschlossen

Königin Mary fühlte sich in Dänemark zunächst ausgeschlossen

- Hannah Kändler
Lesezeit: 3 min
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Königin Mary von Dänemark (54) gewährt ungewöhnlich persönliche Einblicke in ihre Vergangenheit. Die gebürtige Australierin verrät, dass sie sich nach ihrem Umzug nach Dänemark zeitweise einsam und nicht richtig zugehörig fühlte. Im Gespräch mit Børneavisen erinnerte sich die Königin: "Ich glaube, dass wir uns alle irgendwann einmal ein wenig allein oder ausgeschlossen gefühlt haben. Das ist kein schönes Gefühl. Auch ich habe mich ein wenig ausgeschlossen gefühlt. Das war vor allem in bestimmten Situationen so. Als ich beispielsweise meine Mutter verlor, fühlte ich mich sehr allein. Und als ich nach Dänemark zog, beherrschte ich die Sprache noch nicht richtig." Besonders die Sprachbarriere erschwerte ihr den Start in der neuen Heimat. Ob bei gemeinsamen Abendessen oder beim Spielen – weil sie die Gespräche oft nicht richtig verstehen konnte, fiel es ihr schwer, sich als Teil der Gemeinschaft zu fühlen, wie Ekstra Bladet berichtet.

Wie sich das konkret anfühlte, schilderte die Königin im selben Gespräch: "Wenn man die Sprache nicht beherrscht und bei einem Abendessen sitzt oder ein Spiel spielt und nicht wirklich mitkommt, fühlt man sich ein wenig ausgeschlossen." Schon kleine Gesten hätten ihr damals geholfen, sich weniger allein zu fühlen. So erklärten andere ihr, was gerade besprochen wurde, während sie selbst darum bat, langsamer zu sprechen. Je besser sie Dänisch lernte, desto mehr schwand auch das Gefühl, nicht dazuzugehören. Sich für ein respektvolles Miteinander einzusetzen, ist der Königin seit Langem ein wichtiges Anliegen. Mit der Mary Fonden engagiert sie sich unter anderem im Kampf gegen Mobbing unter Kindern. Die Stiftung rief dafür das Projekt "Antibulli" ins Leben. Mary betonte dabei, dass Mobbing nicht an der betroffenen Person liege, sondern in einer Gemeinschaft entstehe, die nicht alle einbeziehe, so Ekstra Bladet. Umso wichtiger sei es, sich Unterstützung zu holen.

Dass Mary beim Thema Einsamkeit auch an den Verlust ihrer Mutter denkt, hat einen traurigen Hintergrund: Henrietta Clark Donaldson starb am 20. November 1997. Inzwischen musste die vierfache Mutter auch von ihrem Vater Abschied nehmen. Der Professor John Donaldson starb im April 2026 im australischen Hobart im Alter von 84 Jahren. Im Jahr 2001 ging Marys Vater eine zweite Ehe mit Susan Elizabeth Donaldson ein, die als Autorin unter dem Namen Susan Moody bekannt ist. Nach seinem Tod meldete sich die Königin über den offiziellen Instagram-Account des dänischen Königshauses zu Wort. In ihrem persönlichen Statement brachte sie ihre große Trauer zum Ausdruck und erinnerte zugleich voller Liebe und Dankbarkeit an alles, was ihr Vater ihr fürs Leben mitgegeben hatte.

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Königin Mary in Fredensborg
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