Warum waren die Dänen-Royals nicht bei Astrids Beisetzung?
Am 23. September 2026 nahm Norwegen in Oslo Abschied von Prinzessin Astrid (†94), Frau Ferner – doch auf den Zuschauerbänken suchte man die dänischen Royals vergeblich. Weder König Frederik X. (58) noch Königin Mary (54) oder ein anderes Mitglied des Königshauses erschienen zur Trauerfeier, obwohl der offizielle Terminkalender an diesem Tag keine offiziellen Verpflichtungen auswies. Wie Billed-Bladet berichtet, ließ der Hof lediglich einen Kranz überbringen, der von Frederik, Mary und Prinzessin Benedikte (82) stammte. Eine konkrete Begründung für das persönliche Fernbleiben gibt es bis heute nicht. Der König befand sich laut Hof auf einer privaten Auslandsreise. Weil Prinz Christian (20) seinen Vater am 22. und 23. September als Regent vertrat, hatten manche Beobachter gehofft, Frederik könnte sich heimlich nach Norwegen aufgemacht haben. Diese Rechnung ging allerdings nicht auf. Auch Mary blieb der Zeremonie fern – warum niemand aus der dänischen Königsfamilie vor Ort vertreten war, ist weiterhin offen.
Besonders auffällig war die dänische Lücke deshalb, weil andere europäische Königshäuser durchaus Flagge zeigten: Aus Schweden reiste Prinzessin Victoria (49) an, aus Belgien kamen Prinzessin Astrid und ihr Ehemann, und auch Liechtenstein und Luxemburg entsandten Trauergäste. "Das dänische Königshaus hingegen glänzt durch Abwesenheit", kommentierte Billed-Bladet verwundert. Königshausexperte Ulrik Ulriksen warnte gegenüber dem Blatt allerdings davor, daraus eine Distanz abzuleiten. "Dass sie nicht teilnehmen, bedeutet nicht, dass sie der norwegischen Königsfamilie nicht nahestehen. Das sagt vielleicht mehr über die Rolle aus, die Prinzessin Astrid im norwegischen Königshaus innehatte, und darüber, welche Rahmenbedingungen für die Beisetzung festgelegt wurden", erklärte er. Nach ihrer Hochzeit mit Johan Martin Ferner im Jahr 1961 verlor sie unter anderem das Prädikat "Ihre Königliche Hoheit", blieb aber bis zu ihrem Tod für die Krone aktiv. Zudem habe die Zeremonie einen eher privaten Charakter gehabt und Astrids fünf Kinder in den Mittelpunkt gestellt. Der dänische Hof bestätigte diese Erklärungsansätze allerdings nicht.
Einen weiteren möglichen Faktor brachte der Experte ebenfalls ins Spiel – die Gesundheit von Königin Margrethe (86). "Es ist denkbar, dass Königin Margrethe teilgenommen hätte, wenn es ihr Gesundheitszustand zugelassen hätte. Das hätte vielleicht den Ausschlag gegeben", sagte Ulriksen gegenüber Billed-Bladet. Die Altkönigin hatte Anfang September 2026 mehrere Tage im Krankenhaus verbracht, anschließend hieß es vom Hof, sie wolle es vorerst ruhig angehen lassen. Dabei war Astrid den dänischen Royals über Jahrzehnte verbunden: Sie begleitete ihren Vater, König Olav, zu Staatsbesuchen nach Dänemark, wo König Frederik und Königin Ingrid das Gastgeberpaar waren. Und auf einem berühmten Foto sitzt sie neben der damaligen Prinzessin Margrethe bei deren Begegnung mit Elvis. Was hinter Frederiks aktueller Auslandsreise steckt, bleibt derweil offen. In seinem Buch "Kongeord" hatte er die Bedeutung von Auszeiten betont, da auf Mary und ihn immer mehr Aufgaben im In- und Ausland warteten. Laut Ekstra Bladet war Frederik 2025 auf elf Reisen insgesamt 52 Tage außer Landes. Ob es sich diesmal erneut um ein persönliches "Timeout" handelte, ist nicht bestätigt.


























