Christina Applegate ist wegen MS an ihr Bett gefesselt
Christina Applegate (54) lässt ihre Fans erneut ganz nah an ihrem Kampf mit Multipler Sklerose teilhaben. Die Schauspielerin, die mit Serien wie "Eine schrecklich nette Familie" und "Dead to Me" berühmt wurde, erzählt jetzt im Magazin People, dass sie wegen starker Schmerzen die meiste Zeit in ihrem Schlafzimmer verbringe und praktisch ans Bett gefesselt sei. Nur für einen Moment am Tag kämpfe sie sich trotzdem aus der schützenden Dunkelheit ihres Zimmers: um morgens ihre Tochter Sadie zur Schule zu fahren, die sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Martyn LeNoble (56) großzieht. "Ich will sie fahren, das ist meine liebste Sache", betont Christina und beschreibt diese kurze Autofahrt als ihre wichtigste gemeinsame Zeit zu zweit, bevor sie direkt wieder zurück ins Bett muss.
Seit sie ihre MS-Diagnose öffentlich gemacht hat, nimmt Christina ihre Fans immer wieder mit in ihren Alltag mit der Autoimmunerkrankung, die das zentrale Nervensystem angreift. Inzwischen hat Christina sogar einen eigenen Instagram-Account gestartet. "Wenn du mir vor einem Jahr gesagt hättest, dass ich auf Instagram bin, hätte ich gesagt: F--k off!", schrieb sie zu ihrem ersten Post. Im Gespräch mit People stellt sie klar, wie schwierig der Alltag oft sei: "Das Leben der Betroffenen, sorry für den Ausdruck, ist manchmal beschissen. Deshalb bin ich so ehrlich und unverblümt wie möglich." Besonders bewege sie dabei, wie sehr die Krankheit Sadie treffe. In ihrem Podcast "MeSsy", den sie zusammen mit ihrer Freundin Jamie-Lynn Sigler (44) moderiert, erzählt sie, dass ihre Tochter sie lange nur als sportliche, aktive Mutter kannte: als Läuferin, Peloton-Fan und Tänzerin. Jetzt beobachte das Mädchen, wie ihre Mutter manchmal nicht einmal den Flur entlanglaufen könne, um ihr Gute Nacht zu sagen. "Es war, als hätte sie die Mutter, die sie hatte, an dieses f--king Ding verloren", erklärt Christina über Sadies Gefühlswelt.
Abseits der ernsten Töne teilt Christina auch ungewohnte, fast verspielte Strategien, um mit ihrem Körper zu arbeiten. In der Late Night von Jimmy Kimmel (58) erzählte sie, dass sie manchen Körperteilen Namen gegeben habe – ihre rechte Hand heiße Barbara, die linke Hand Stanley. Ihr linkes Knie nannte sie Tootie, ihr rechtes Meghan Markle (44). Das sei nicht abwertend gemeint. Sie schwört darauf, dass die Bezeichnungen helfen: "Es ist eine Hirnerkrankung, also stoppt es das irgendwie. Es ist seltsam!" Als Christina lachend hinzufügte "Ich bin freaking brillant", blieb spürbar: Zwischen Schmerz, Familienalltag und Offenheit sucht sie nach persönlichen Wegen, die Krankheit in ihr Leben einzuordnen.






