Russell Brand trat wohl eigenen Hund die Treppe hinunter
Russell Brand trat wohl eigenen Hund die Treppe hinunterGetty ImagesZur Bildergalerie

Russell Brand trat wohl eigenen Hund die Treppe hinunter

- Anna Pejsek
Lesezeit: 3 min
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Während in Großbritannien derzeit der Strafprozess gegen Russell Brand (51) läuft, sorgt eine alte Passage aus seinen Memoiren für Entsetzen. In dem 2007 erschienenen Buch "My Booky Wook" schildert der Schauspieler und Comedian, wie er als etwa Elfjähriger den Familienhund Topsy wiederholt eine Treppe hinuntergetreten haben will. BuzzFeed berichtet, dass Russell laut seiner eigenen Darstellung das Tier zunächst nach oben lockte, obwohl der Hund wegen einer Regel des damaligen Partners seiner Mutter das Obergeschoss gar nicht betreten durfte. Kaum war Topsy oben angekommen, folgte der Tritt. Unten wurde die Hündin dann scheinbar mitfühlend in den Arm genommen. Der US-Comedian Patton Oswalt (57) verbreitete nun auf Threads einen Screenshot des wieder aufgetauchten Auszugs nun auf Threads und machte aus seiner Fassungslosigkeit keinen Hehl. "Vielleicht allein dafür lebenslange Haft?", kommentierte er. Seither wandert der Textausschnitt munter durch die sozialen Netzwerke.

Russell selbst beschrieb sein Vorgehen damals erstaunlich detailliert: "Dann, wenn sie sich nervös nach oben auf das verbotene Terrain des Obergeschosses schlich, wurde ich plötzlich zu Mr. Hyde." Es folgte ein Satz in, wie er schrieb, ziemlich affektierter Weise: "Oh je, Topsy, du weißt ganz genau, dass du nicht nach oben darfst." Anschließend habe er sie "grausam zurück bis ganz nach unten" getreten. Danach sei er zu dem Tier geeilt, habe es umarmt und bedauernd gefragt: "Oh Gott! Wurdest du die Treppe hinuntergetreten? Das ist ja schrecklich." Sein eigenes Verhalten kommentierte der Autor mit den Worten: "Das ist ziemlich abgefuckt, oder?" Sein Freund Matt Morgan habe gewitzelt, Topsy müsse geglaubt haben, mit Zwillingen zusammenzuleben: einem Bösen oben auf dem Treppenabsatz und einem Guten unten. Auch in einem Reddit-Forum schlugen die Wellen hoch. Ein Nutzer betonte, dies sei lediglich der Missbrauch, den Russell selbst eingeräumt und offenbar für eine lustige Geschichte gehalten habe. Andere fragten sich, welche Erlebnisse es wohl nicht in das Buch geschafft hätten. BuzzFeed bat Russells Vertretung um eine Stellungnahme.

Neue Aufmerksamkeit erhält die Passage, weil sich der Comedian derzeit am Southwark Crown Court in London wegen schwerer Sexualdelikte verantworten muss. Ihm werden drei Vergewaltigungen, drei sexuelle Übergriffe und ein unsittlicher Angriff auf insgesamt sechs Frauen im Zeitraum zwischen 1999 und 2009 zur Last gelegt. Er plädierte auf nicht schuldig und weist sämtliche Anschuldigungen zurück. Den Geschworenen wurde unter anderem eine 2024 aufgezeichnete Polizeibefragung einer anonymisierten Frau vorgespielt. Darin beschuldigt die als Beschwerdeführerin 5 geführte Frau Russell, sie 2009 in seinem Haus im Londoner Stadtteil Hampstead gegen ihren Willen anal vergewaltigt zu haben. Während ihrer Aussage war die Frau mehrfach aufgelöst und weinte. Große öffentliche Aufmerksamkeit hatten die Vorwürfe erstmals 2023 durch die von Channel 4s "Dispatches" und der Sunday Times erarbeitete Dokumentation "Russell Brand: In Plain Sight" erhalten. Noch vor deren Ausstrahlung erklärte Russell in einem YouTube-Video, seine früheren Beziehungen seien immer einvernehmlich gewesen.

Russell Brand kommt zum Southwark Crown Court in London an
Getty Images
Russell Brand kommt zum Southwark Crown Court in London an
Russell Brand im Februar 2026
Imago
Russell Brand im Februar 2026
Russell Brand, Comedian
Getty Images
Russell Brand, Comedian