Keine Beweise gegen Sober-Haus nach Presley Gerbers Tod

Keine Beweise gegen Sober-Haus nach Presley Gerbers Tod

- Patricia Schlösser-Christ
Lesezeit: 3 min
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Nach Presley Gerbers (†27) Tod am 20. September 2026 untersuchte das kalifornische Gesundheitsministerium DHCS die Einrichtung Resolutions Living in Santa Monica, in der das Model kurz vor seinem Tod untergekommen war. Anlass der Prüfung war die formelle Beschwerde eines Reformaktivisten, der nicht mit Presley in Verbindung stand. Er hatte eine umfassende Untersuchung verlangt. Die Behörde ging unter anderem der Frage nach, ob der 27-Jährige in der Einrichtung aufgenommen wurde, obwohl er mutmaßlich berauscht war und womöglich eine deutlich intensivere medizinische Betreuung gebraucht hätte, als die Einrichtung überhaupt anbieten darf. Die Vorwürfe ließen sich nicht bestätigen, wie Page Six nun berichtet. Das zentrale Ergebnis entlastet die Einrichtung demnach: Das DHCS fand keine ausreichenden Belege dafür, dass Resolutions Living gegen die gesetzlichen Vorgaben für ein Sober-Haus verstoßen oder Presley in unzulässiger Weise betreut hat.

Presley war erst einen Tag vor seinem mutmaßlich durch eine Überdosis verursachten Tod in die rund 6,8 Millionen Euro teure Einrichtung aufgenommen worden. Resolutions Living unterstützt Menschen mit psychischen Problemen und Suchterkrankungen und richtet die Betreuung nach eigenen Angaben an den Bedürfnissen der einzelnen Bewohner aus. Laut Augenzeugenberichten soll das Model bei seiner Ankunft nicht nüchtern gewirkt haben. Im Mittelpunkt der Prüfung stand daher, ob die Einrichtung ihre gesetzlich erlaubte Rolle überschritten und unerlaubt Entgiftung, klinische Überwachung oder andere regulierte Suchtbehandlungen durchgeführt hatte. Die Vorwürfe ließen sich nicht bestätigen. Presleys Tod wird weiterhin von der Polizei untersucht. Eine offiziell bestätigte Todesursache liegt bislang nicht vor. Page Six bat den Gründer des Sober-Hauses, Dr. Reza Nabavi, Resolutions Living und Vertreter der Familie um Stellungnahmen, erhielt jedoch bislang keine Antwort.

Wie TMZ berichtete, hatten ein Freund und Presleys persönlicher Coach ihn am Abend des 19. September in die Einrichtung gebracht. Presleys Team soll den Aufenthalt dort organisiert haben. Seine Eltern Cindy Crawford (60) und Rande Gerber (64) sowie seine jüngere Schwester Kaia Gerber (25) sollen kurz zuvor mit ihm über eine erneute Behandlung gesprochen, die konkrete Einrichtung aber offenbar nicht gekannt haben. Einer Unterbringung dort hätte die Familie dem Portal zufolge nicht zugestimmt. Nach Presleys Tod teilten die Angehörigen gegenüber Page Six mit: "Wir sind mehr als untröstlich, unseren geliebten Sohn und Bruder verloren zu haben. Wir fühlen uns so gesegnet, Presley 27 Jahre lang in unserem Leben gehabt zu haben." Sie beschrieben ihn zudem als eine liebevolle Seele und betonten seine Freundlichkeit und Verletzlichkeit. Kaia erinnerte zudem an die enge Bindung zu ihrem Bruder: "Ich wurde mit der Liebe zu dir geboren. Ich werde mit der Liebe zu dir sterben. Es gab nie etwas anderes."

Presley Walker Gerber, Januar 2026
Getty Images
Presley Walker Gerber, Januar 2026
Bei den CFDA Fashion Awards im Brooklyn Museum: Presley Gerber am 3. Juni 2019 in New York City
Imago
Bei den CFDA Fashion Awards im Brooklyn Museum: Presley Gerber am 3. Juni 2019 in New York City
Kaia Gerber, Rande Gerber, Cindy Crawford und Presley Gerber (v.l.n.r.)
Instagram / cindycrawford
Kaia Gerber, Rande Gerber, Cindy Crawford und Presley Gerber (v.l.n.r.)