Rosalie Thomass feiert ihren Einstand beim Franken-"Tatort"

Rosalie Thomass feiert ihren Einstand beim Franken-"Tatort"

- Carina Bukenberger
Lesezeit: 3 min
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Nach dem viel beachteten Auftakt des neuen Tatort-Duos in Kiel steht in Nürnberg bereits der nächste große Neustart auf dem Programm: Beim Franken-"Tatort" beginnt nach dem Ausstieg von Dagmar Manzel (68) als Hauptkommissarin Paula Ringelhahn nun ebenfalls eine neue Ära. Dafür bekommt Fabian Hinrichs (51) mit Rosalie Thomass (39) eine brandneue Partnerin an die Seite gestellt. Im Fall "Gottesgarten" schlüpfen die beiden erstmals gemeinsam in die Rollen von Felix Voss und Emilia "Emi" Rathgeber, um auf Tätersuche zu gehen. Bereits seit Freitag, dem 23. Oktober 2026, ist der Krimi vorab in der ARD-Mediathek abrufbar, während die lineare Ausstrahlung im Hauptprogramm für Sonntag, den 25. Oktober 2026, um 20:15 Uhr angesetzt ist. Das Debüt des neu formierten Teams erweist sich laut Kino.de als voller Erfolg: Die zwei Stars überzeugen mit einer stimmigen Dynamik in einer emotional extrem fordernden Geschichte, wobei sich die Figuren ohne große Umschweife finden und das eigentliche Verbrechen stets zentral im Blick behalten. Das feinfühlige Agieren von Fabian und Rosalie garantiert dabei, dass die düstere Thematik rund um sexuellen Missbrauch und dessen tiefgreifende Nachwirkungen mit dem nötigen Fingerspitzengefühl transportiert wird.

Im Mittelpunkt des Geschehens steht das Schicksal von Elias Schaller. Der Mann, welcher über Jahre hinweg an einem schweren Trauma litt, wird mit durchtrennter Kehle in einem Stundenhotel aufgespürt. In seiner Jugend war Elias mutmaßlich von Thorsten Widner mithilfe von Betäubungsmitteln gefügig gemacht und missbraucht worden – der Beschuldigte kam seinerzeit jedoch aus Mangel an Beweisen mit einem Freispruch davon. Felix und Emi wittern rasch einen Zusammenhang zwischen dem damaligen Geschehen und dem aktuellen Tötungsdelikt. Für zusätzliche Brisanz sorgt der Umstand, dass seit der Tat zwei weitere einst Betroffene sowie der Verdächtige selbst spurlos verschwunden sind. Die Handlung nimmt zudem Bezug auf ein Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts von 2023, wonach ein Freigesprochener bei Schwerverbrechen nicht ohne Weiteres aufgrund neuer Beweismittel erneut angeklagt werden darf. Neben den beiden Hauptdarstellern überzeugt Jörg Witte in der Rolle des uneinsichtigen Täters, und auch das restliche Ensemble sowie die authentische Regieführung ernten von Filmkritiker Marek Bang viel Lob.

Neuzugang Rosalie gehört seit geraumer Zeit zu den bekannten Gesichtern der deutschen Film- und Fernsehlandschaft. Schon früh entdeckte die gebürtige Münchnerin ihre Leidenschaft für das Schauspiel und war bereits als Jugendliche Mitglied der Jugendtheatergruppe an den Münchner Kammerspielen. Der große Durchbruch gelang ihr 2006 mit dem Drama "Polizeiruf 110: Er sollte tot sein", für das sie unter anderem mit dem Förderpreis Deutscher Film und dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet wurde. Seitdem glänzt die Schauspielerin in einer beeindruckenden Bandbreite – von tiefgründigen Dramen über melancholische Arthouse-Filme bis hin zu Publikumserfolgen und Komödien wie "Eine ganz heiße Nummer".

Das "Tatort"-Team aus Franken: Felix Voss (Fabian Hinrichs) und Emilia "Emmy" Rathgeber (Rosalie Thomass)
BR/Claussen+Putz Filmproduktion GmbH/Hendrik Heiden
Das "Tatort"-Team aus Franken: Felix Voss (Fabian Hinrichs) und Emilia "Emmy" Rathgeber (Rosalie Thomass)
Dagmar Manzel und Fabian Hinrichs beim Pressetermin zu "Tatort – Der Himmel ist ein Platz auf Erden" im Soho House Berlin, 25. Februar 2015.
Getty Images
Dagmar Manzel und Fabian Hinrichs beim Pressetermin zu "Tatort – Der Himmel ist ein Platz auf Erden" im Soho House Berlin, 25. Februar 2015.
Rosalie Thomass bei der Premiere von "Bibi Blocksberg – Die total verhexte Zeitreise" im Mathäser Kino München am 11.09.2022
Imago
Rosalie Thomass bei der Premiere von "Bibi Blocksberg – Die total verhexte Zeitreise" im Mathäser Kino München am 11.09.2022
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