Flugschule pleite: Königin Mette-Marits Bruder wird verklagt

Flugschule pleite: Königin Mette-Marits Bruder wird verklagt

- Nicole Vasiljuk
Lesezeit: 2 min
Promiflash.de bei Google bevorzugenPromiflash.de bei Google bevorzugen

Für Espen Høiby, Bruder der norwegischen Königin Mette-Marit (53), wird es juristisch ernst: 60 ehemalige Schüler der insolventen Pilot Flight Academy haben ihn verklagt. Das berichtet der norwegische Sender NRK. Die Klage richtet sich außerdem gegen den früheren Vorstandsvorsitzenden und Geschäftsführer Per Mikael Eriksson sowie gegen zwei weitere Personen aus der Führungsebene der Flugschule. Auslöser dafür ist die Pleite der Einrichtung im Laufe des Jahres. Rund 160 angehende Piloten verloren dadurch ihren Ausbildungsplatz. Besonders prekär: Viele von ihnen hatten ihre Studiengebühren in Höhe von umgerechnet rund 110.000 Euro bereits im Voraus bezahlt. Dieses Geld bekamen sie nach der Insolvenz jedoch nicht mehr zurück. Die 60 Kläger fordern nun Schadensersatz.

Der Anwalt der ehemaligen Flugschüler sieht in Mette-Marits Bruder den zentralen Entscheidungsträger. "Nach dem, was wir verstanden haben, war es Høiby, der tatsächlich die Entscheidungen getroffen hat", schilderte er. Vorausgegangen war dem Verfahren ein kritischer Bericht des Insolvenzverwalters, der letztlich an die Polizei weitergeleitet wurde. Darin heißt es, die Flugschule habe die Insolvenz zu spät angemeldet. Zudem sollen Informationen über die finanziellen Schwierigkeiten geheim gehalten worden sein. Im Zusammenhang mit der Pleite steht zudem ein Betrugsverdacht im Raum. Ob die Polizei Ermittlungen aufnimmt, ist bislang noch nicht geklärt. Espen selbst weist die Vorwürfe über seinen Anwalt zurück. Dieser betont, sein Mandant habe nie im Vorstand gesessen und die Schule gegenüber den Flugschülern auch nicht vertreten. Es gebe daher weder eine "tatsächliche noch rechtliche Grundlage" für die Klage.

Der Fall erregt vor allem wegen der familiären Verbindung zu Mette-Marit Aufmerksamkeit. An dem Verfahren gegen ihren Bruder ist sie selbst nicht beteiligt – sie ist keine Partei des Rechtsstreits. Doch in Sachen Geld ist auch das norwegische Königshaus vor Kurzem unter Beschuss gekommen: Kurz vor der offiziellen Präsentation des norwegischen Staatshaushalts sorgte eine Summe für heftige Reaktionen: So sollen König Haakon (53) und Königin Mette-Marit in diesem Jahr Steuergelder in Höhe von umgerechnet 1,255 Millionen Euro zustehen.

Königin Mette-Marit bei der Trauerfeier für Prinzessin Astrid in der Ris-Kirche in Oslo
Imago
Königin Mette-Marit bei der Trauerfeier für Prinzessin Astrid in der Ris-Kirche in Oslo
Kronprinzessin Mette-Marit und Prinzessin Ingrid Alexandra feiern den norwegischen Verfassungstag in Skaugum, Oslo, 17. Mai 2025
Getty Images
Kronprinzessin Mette-Marit und Prinzessin Ingrid Alexandra feiern den norwegischen Verfassungstag in Skaugum, Oslo, 17. Mai 2025
Königin Mette-Marit und König Haakon VIII.
Dusan Reljin, The Royal Court
Königin Mette-Marit und König Haakon VIII.
Wie wirkt Espen Høibys Zurückweisung der Vorwürfe auf euch?