Zu viel Geld? Haakon & Mette-Marits Apanage spaltet Norweger
Einen Tag vor der offiziellen Präsentation des norwegischen Staatshaushalts am 7. Oktober 2026 sorgt eine Summe für heftige Diskussionen: König Haakon (53) und Königin Mette-Marit (53) stehen in diesem Jahr Steuergelder in Höhe von rund 13,5 Millionen norwegischen Kronen – das entspricht etwa 1,255 Millionen Euro – zu. Wie eine repräsentative Umfrage des Instituts InFact im Auftrag von Nettavisen unter 2.503 Bürgerinnen und Bürgern zeigt, geht ein tiefer Riss durch das Land: Während 39,1 Prozent die Zuwendung als überzogen kritisieren, halten 37,9 Prozent den Betrag für vollkommen gerechtfertigt. 8,1 Prozent empfinden den Betrag sogar als zu niedrig, 14,9 Prozent konnten sich nicht entscheiden. Die Ergebnisse wurden am 2. und 5. Oktober veröffentlicht und zeigen, wie unterschiedlich die finanzielle Ausstattung des Königshauses im Land bewertet wird. Eine mögliche künftige Erhöhung der Apanage dürfte damit zum Streitthema werden.
Für Vegard Jarness, Soziologe und Analyseleiter bei InFact, bedeuten diese Werte ein klares Unentschieden: Die Differenz von gerade einmal 1,2 Prozentpunkten liege im Bereich der statistischen Unschärfe. Schaut man sich jedoch die extremen Meinungen an, verschiebt sich das Gewicht. Während insgesamt 19,6 Prozent die Apanage als völlig überzogen und 19,5 Prozent als etwas zu hoch empfinden, blickt kaum jemand in die Gegenrichtung: Lediglich 3,1 Prozent halten die Summe für deutlich zu gering, und magere 5,0 Prozent stufen sie als etwas zu niedrig ein. Zusätzlich wollte das Institut wissen, was die Bevölkerung über die staatlichen Gelder für Kronprinzessin Ingrid Alexandra (22) denkt. Die 22-Jährige studiert derzeit im Ausland und bekommt bislang keine eigene direkte Apanage. Ihre Lebenshaltungskosten und offiziellen Ausgaben werden über die Mittel ihrer Eltern und die allgemeinen Betriebsmittel des Hofes gedeckt. 41 Prozent der Befragten sprechen sich für eine eigene staatliche Apanage der Thronfolgerin aus, 19,6 Prozent lehnen das ab.
Bei der Frage zur Zukunft des norwegischen Königshauses fällt der hohe Anteil von 39,4 Prozent an Unentschlossenen auf, was auf fehlendes Wissen über historische Regelungen und die interne Verteilung der königlichen Gelder zurückgeführt wird. Diese Debatte findet während einer Umbruchphase statt, da Haakon den Thron am 28. August 2026 nach dem Tod seines Vaters König Harald V. (†89) ohne formelle Krönung oder Amtseinführung übernommen hat. Mette-Marit trägt seit der Thronbesteigung ihres Mannes den Titel Königin von Norwegen. Ein Blick auf die Vorgänger zeigt, dass dem neuen Königspaar weniger Geld zur Verfügung steht: Harald und Königin Sonja (89) waren für 2026 insgesamt 16.234.000 norwegische Kronen zugeteilt worden, umgerechnet rund 1,509 Millionen Euro. Ingrid Alexandra rückte durch den Thronwechsel zur Kronprinzessin und direkten Thronfolgerin auf.

























