Michael Douglas log nach Arztrat über seine Krebsdiagnose
Jahrelang hielt Michael Douglas (82) die Wahrheit über seine Krebserkrankung zurück. Im zweiten Teil seines Gesprächs bei Kelly Ripa (56) im Podcast "Let's Talk Off Camera" räumte der Hollywoodstar ein, dass nicht der Kehlkopf betroffen war, wie er der Öffentlichkeit einst mitteilte, sondern die Zunge. Die Falschangabe sei kein Zufall gewesen, sondern der ausdrückliche Vorschlag seines Mediziners, der an Michaels Karriere dachte. Der Arzt habe argumentiert: "Meine Empfehlung ist aufgrund der Branche, in der Sie arbeiten, zu sagen, dass Sie Kehlkopfkrebs haben, damit die Diagnose nicht mit all den Assoziationen verbunden wird, die Zungenkrebs hervorruft." Michael gab zu: "Und deshalb haben der Arzt und ich diese Geschichte gewissermaßen erfunden." Immerhin gibt es Erfreuliches zu berichten: Der Oscarpreisträger überstand die Erkrankung im vierten Stadium und gilt seit beinahe 16 Jahren als krebsfrei.
Bereits etwa neun Monate vor der Diagnose meldete sich Michaels Körper mit Warnzeichen: Schmerzen im hinteren Halsbereich führten ihn zum Arzt, der unter anderem Antibiotika verordnete. Besserung blieb aus, die Beschwerden hielten monatelang an. Den Durchbruch brachte schließlich ein Aufenthalt in Kanada. Dort sprach der Schauspieler mit einem Freund, der selbst Krebs überstanden hatte, über sein Leiden. Der Bekannte stellte den Kontakt zu einem Mediziner her, der Michaels Mundraum gründlich untersuchte, eine auffällige Stelle hinten auf der Zunge bemerkte und eine Gewebeprobe entnahm. Nur drei Tage nach der Biopsie lag das Ergebnis vor: Krebs. Die Behandlung fand am Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York City statt. Schon damals machte der behandelnde Arzt deutlich, was auf dem Spiel stand: Hätten Chemo- und Strahlentherapie versagt, wären womöglich Teile von Kiefer und Zunge entfernt worden.
Sieben Wochen Chemo- und Strahlentherapie setzten Michael massiv zu. Rund 18 Kilogramm nahm er ab, zeitweise erkannte er sein eigenes Spiegelbild kaum wieder. Der Körper des Hollywoodstars zahlte einen hohen Preis für die Heilung. Spätestens ab Woche drei ging es spürbar bergab, nach vier Wochen sah er blass und ausgezehrt aus. Seinen Alltag als dreifacher Vater wollte er dennoch nicht aufgeben. Normalität war ihm wichtig, gerade in dieser Ausnahmesituation. Jeden Morgen fuhr er Tochter Carys zur Schule, damit für die Kinder möglichst alles beim Alten blieb. Die Fahrt zehrte so an seinen Kräften, dass er danach den restlichen Tag erschöpft auf der Couch lag. Kraft und Gewicht verlor er, dennoch hielt er an seinem Alltag als Vater fest. Die Therapiemonate gehörten zu den härtesten Abschnitten im Leben des Schauspielers.
























