Bruder Charles enthüllt Lady Dianas Vorwurf gegen Al Fayed
In seinem Buch "Swan Song: Diana, meine Schwester" erhebt Charles Spencer (62) schwere Vorwürfe gegen Mohamed Al Fayed, der 2023 verstorben ist. Wie Radar Online berichtet, schildert der Bruder von Prinzessin Diana darin einen mutmaßlichen sexuellen Übergriff, von dem ihm die Royal selbst erzählt haben soll. Demnach habe der damalige Harrods-Besitzer sie am Gesäß begrapscht und dazu eine anzügliche Bemerkung gemacht. "Sie erzählte mir voller Abscheu, wie Mohamed zu Beginn ihrer Romanze mit Dodi auf sie zugekommen war, ihr eine Hand auf den Hintern gelegt und ihn gedrückt hatte, während er in einem lüsternen, anzüglichen Ton sagte: 'Und in Ägypten darf der Schwiegervater zuerst ran ..." Der mutmaßliche Vorfall soll sich 1997 ereignet haben, als die kurze Romanze zwischen Diana und Dodi gerade begonnen hatte. Nur wenig später, am 31. August desselben Jahres, kamen die Prinzessin und Dodi durch einen Autounfall in Paris ums Leben.
Dass Diana den Vater ihres damaligen Freundes nicht sonderlich ins Herz geschlossen hatte, hält ihr Bruder in dem Buch ebenfalls fest. Die Anschuldigung reiht sich in die Vorwürfe Hunderter Frauen ein, die dem Unternehmer später sexuelles Fehlverhalten zur Last legten. Die Metropolitan Police prüft laut Radar Online Anschuldigungen aus dem Zeitraum von 1977 bis 2014 – dabei geht es unter anderem um sexuelle Übergriffe, Vergewaltigung und Menschenhandel. Auch eine Frau, die unter dem Pseudonym "Natalie" auftritt, erhob in diesem Jahr schwere Vorwürfe. Der verurteilte Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) habe sie 1997 als 17-Jährige zu Al Fayed auf dessen Jacht vor Saint-Tropez geschickt, wo dieser sie sexuell missbraucht haben soll. Über ihre damalige Wahrnehmung sagte sie gegenüber The Times: "Ich hatte das Gefühl, dass ich mich an diese Behandlung gewöhnt hatte." Mohamed konnte zu den nach seinem Tod öffentlich gewordenen Vorwürfen nicht mehr Stellung nehmen.
Ins Rollen gekommen war die Lawine bereits 2024: Damals wurde bekannt, dass fünf frühere Angestellte dem Geschäftsmann Vergewaltigung vorwarfen, weitere folgten: Mehr als 20 ehemalige Mitarbeiterinnen sprachen von Vergewaltigung oder sexuellen Übergriffen. Inzwischen ist die Zahl der Frauen, die Anschuldigungen erheben, auf mehrere Hundert gestiegen. Von 1985 bis 2010 gehörte Al Fayed das Londoner Kaufhaus Harrods – die heutigen Verantwortlichen distanzierten sich nach Bekanntwerden der Vorwürfe von dem früheren Eigentümer. Dass das Verhältnis zwischen den Familien angespannt war, deutet auch ein Detail aus Dianas Beerdigung an: Ihr Bruder wollte Dodi ursprünglich in seiner Trauerrede namentlich erwähnen und ihm dafür danken, seine Schwester in ihren letzten Lebenswochen glücklich gemacht zu haben. Kurz vor der Beisetzung strich er die Passage jedoch. Mohamed ließ nach dem Tod seines Sohnes und der Prinzessin zudem eine Bronzestatue des Paares anfertigen. Das Werk trug den Titel "Innocent Victims" und wurde später bei Harrods ausgestellt.



























