Luke Hemsworth liebt seine moralisch verdorbene Agentenrolle

Luke Hemsworth liebt seine moralisch verdorbene Agentenrolle

- Anita Ehlert
Lesezeit: 3 min
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Luke Hemsworth (45) darf im Prequel der Prime-Video-Serie "The Terminal List" eine ziemlich fragwürdige Seite zeigen. Der Australier übernimmt die Rolle des selbstverliebten CIA-Agenten Jules Landry, der später als Söldner arbeitet. An der Seite von Chris Pratt (47), Riley Keough (37) und Tom Hopper (41) verkörpert der Australier damit einen Mann, der zwar charmant auftritt, dessen moralischer Kompass aber völlig aus dem Ruder gelaufen ist. Gerade dieser Gegensatz bereitete dem Schauspieler beim Dreh offenbar besonders große Freude. Er wollte herausfinden, ob die Zuschauer Jules trotz seiner menschlichen Abgründe ins Herz schließen können. "Es hat so viel Spaß gemacht. Es ist eine solche Freude, diesen Zwiespalt zu erkunden, diesen Typen zu haben, der charismatisch und rätselhaft ist, aber einen so schrecklichen moralischen Kompass hat, richtig? Und trotzdem kann man nicht anders, als ihn auch zu mögen", schwärmte Luke im Gespräch mit The AU Review über seine verdorbene Geheimagentenrolle.

Hinter Jules widersprüchlicher Wirkung steckt für Luke auch eine spannende psychologische Frage: Warum fühlen sich Menschen selbst zu Persönlichkeiten hingezogen, deren Handlungen sie eigentlich abstoßend finden müssten? Genau damit wollte der Serienstar bei seiner Darstellung spielen. "Kann man ein Publikum dazu bringen, jemanden zu mögen, der im Grunde ein schrecklicher Mensch ist? Ich meine, wir sind besessen von Serienmördern", erklärte er gegenüber The AU Review. Als besonders drastisches Beispiel führte er an, dass manche Menschen sogar den Serienmörder Ted Bundy (†42) heiraten wollten. Diese menschliche Widersprüchlichkeit wollte er mit Jules weiter ausloten. Auch optisch und in seiner Art soll die Figur aus den gewohnten Geheimagentenbildern herausstechen: Er habe noch nie jemanden bei der CIA gesehen, der so aussehe oder klinge wie sein Charakter, so der Schauspieler. Besonders gereizt habe ihn deshalb, vorab nicht zu wissen, ob dieser ungewöhnliche Ansatz beim Publikum tatsächlich funktionieren würde.

Innerhalb der ansonsten ernsten und düsteren Serie erfüllt Jules noch eine weitere Aufgabe: Er sorgt für Auflockerung. Luke sieht seinen Charakter als eine Art Ventil für die ständige Anspannung der Serie. Gemeinsam mit den ausführenden Produzenten Max Adams und Jared Shaw entwickelte er schon früh die Idee, dem Agenten einen Galgenhumor zu verpassen, wie er nach seinen Worten in bestimmten Bereichen des Militärs vorkommt. Ihn habe fasziniert, welche Scherze Menschen in extrem bedrohlichen Situationen machen und worüber sie unter diesen Umständen tatsächlich lachen können. Diese Art des Umgangs habe er vorher weder bewusst bedacht noch so dargestellt gesehen. Jules wurde daher als derjenige angelegt, der gerade in angespannten Momenten zuverlässig das Unpassende ausspricht. Seine unbequemen Bemerkungen sollen dabei allerdings der Wahrheit entsprechen.

Luke Hemsworth besucht die 66. TV Week Logie Awards im The Star in Sydney
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Luke Hemsworth bei der "The Terminal List: Dark Wolf"-Premiere
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Luke Hemsworth bei der Premiere von "47 Meters Down Uncaged"
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Luke will Jules trotz seiner Abgründe zum Publikumsliebling machen – wie bewertet ihr den Ansatz?