Frisch erblondet: Ingrid Alexandra hält ihre erste Audienz
Allein im Rampenlicht: Bei ihrem ersten eigenständigen Termin hat Kronprinzessin Ingrid Alexandra (22) in Oslo gleich auf zweifache Weise Eindruck gemacht. Wie Nettavisen berichtet, empfing die 22-Jährige im Königlichen Schloss eine Delegation der norwegischen Aktion Operasjon Dagsverk sowie verschiedener beteiligter Hilfs- und Bildungsorganisationen, und zwar ohne Eltern oder Großmutter an ihrer Seite. Dabei fiel auch ihre Frisur auf: Ingrid Alexandras Haar leuchtet jetzt in hellem Blond und fällt spürbar kürzer als zuletzt. Strahlend und souverän stellte sie sich den Fotografen. Der neue Look wirkt wie das äußere Zeichen eines Wendepunkts, denn im Königshaus kommen auf die Prinzessin künftig deutlich mehr Pflichten zu.
Auch Königshaus-Expertin Caroline Vagle von Se og Hør ist die Veränderung sofort aufgefallen. "Sieh mal einer an, sie ist blond geworden!", staunt sie. Offenbar habe sich die Kronprinzessin einige helle Strähnchen machen lassen – und die stünden ihr ausgesprochen gut. Doch nicht nur ihre Frisur sorgt für Gesprächsstoff. Auch bei ihrem Outfit setzte Ingrid Alexandra auf einen vertrauten Look: Die Jacke, die sie bei der Audienz trug, stammt laut Vagle aus dem Kleiderschrank ihrer Mutter, Königin Mette-Marit (53). Die Expertin scherzt, die Kronprinzessin habe sich vor ihrem offiziellen Termin wohl mal wieder an Mamas Garderobe bedient.
Hintergrund der Aktion: Einmal im Jahr tauschen Jugendliche in ganz Norwegen das Klassenzimmer gegen einen Job: Sie arbeiten einen Tag lang bei Betrieben, Privatleuten oder in eigenen Aktionen, statt zu lernen. Den Lohn spenden sie an Operasjon Dagsverk, das damit Bildungsprojekte in anderen Ländern unterstützt. Dass der Empfang ausgerechnet im Arkadensaal stattfand, auf Norwegisch "Arkadeværelset", war kein Zufall. Der traditionsreiche Raum dient Ingrid Alexandra nun als eigenes Büro und hat eine Vorgeschichte: Schon ihr Vater, König Haakon VIII. (53), arbeitete dort, bevor er selbst Monarch wurde. Die Adelsexpertin Tove Taalesen sieht darin laut Nettavisen eine klare Botschaft. Sie sagte: "Dass sie nun in das Arkadezimmer einzieht, ist ein ziemlich starkes Symbol dafür, dass sie nicht nur den Titel der Kronprinzessin übernommen hat, sondern auch dabei ist, ihren Platz als Thronfolgerin zu finden."
Hinter der Kronprinzessin liegt eine ereignisreiche Zeit. Im Juni verließ Ingrid Alexandra vorübergehend ihr Leben in Australien, um in Norwegen bei ihrer Mutter, Königin Mette-Marit, zu sein, die sich einer Lungentransplantation unterziehen musste. Ende August 2026 starb dann ihr Großvater, König Harald, und sie rückte an die Spitze der Thronfolge. Derzeit verbringt sie ein Gastsemester in der Heimat. Im Februar 2027 will sie nach Sydney zurückkehren und ihr auf drei Jahre angelegtes Bachelorstudium der Sozialwissenschaften fortsetzen. Bis dahin pendelt ihr Alltag zwischen Hörsaal und Hofprotokoll, zwischen zwei Kontinenten.

























