Nach Jens' Tod: Danni Büchner erlebte häusliche Gewalt

Nach Jens' Tod: Danni Büchner erlebte häusliche Gewalt

- Carina Bukenberger
Lesezeit: 3 min
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Danni Büchner (48) bricht ihr Schweigen über ein dunkles Kapitel ihres Lebens. Im Interview mit Bild sprach die Fünffachmama nun erstmals ausführlich über eine dreijährige Beziehung, in der sie schwerer psychischer und körperlicher Gewalt ausgesetzt war. Diese Partnerschaft ging sie eine ganze Weile nach dem Tod ihres geliebten Ehemanns Jens Büchner (†49) ein, der im Jahr 2018 verstorben war. Den Namen des Mannes hält sie zum Schutz ihrer Privatsphäre zurück. Was zunächst mit emotionalen Demütigungen, Respektlosigkeiten und ständigen Abwertungen begann, eskalierte an einem Sonntagmorgen im Badezimmer: Während eine ihrer Töchter im Nebenraum schlief, wurde der Partner handgreiflich. "Er zog an meinen Haaren, schlug mir mit der flachen Hand direkt ins Gesicht", schildert Danni den schrecklichen Moment. Umgehend weckte sie ihr Kind, um die gemeinsame Flucht anzutreten – das Mädchen sah sofort die schmerzhaften Spuren im Gesicht der weinenden Mutter. Großen Halt fand Danni in dieser schweren Zeit vor allem bei ihren Kindern, die sie auch dazu ermutigten, das Erlebte aufzuarbeiten.

Der körperliche Übergriff war der traurige Höhepunkt einer langen Phase systematischer Zermürbung. "Es begann mit emotionaler und verbaler Gewalt. Er wurde mir gegenüber laut und unverschämt. Dann folgten Beleidigungen, Unterstellungen und ständiges Runtermachen. Er hat versucht, mir einzureden, ich sei nichts wert", berichtet sie im Interview. Durch die ständige psychische Belastung suchte sie die Schuld oft bei sich selbst. Nach der Attacke war ihr Urvertrauen tief erschüttert. Der Mann blockierte sie wochenlang, kehrte dann zurück, machte ihr Vorwürfe und spielte den Vorfall herunter – er schob die sichtbare Verletzung sogar auf ihre angeblich empfindliche Haut. Aus Angst und Scham sowie in der Hoffnung auf Besserung blieb sie zunächst. Eine Anzeige zog sie nach wenigen Tagen aus Panik zurück, ihn zu verlieren. Erst als ihre Kinder sie direkt darauf ansprachen und ihr den Film "Nur noch ein einziges Mal" empfahlen, der die Dynamik häuslicher Gewalt beleuchtet, begann sie, sich intensiv mit ihrer Situation auseinanderzusetzen.

Häusliche Gewalt ist für Danni leider kein unbekanntes Thema: Bereits in ihrer Kindheit musste sie miterleben, wie ihre Mutter geschlagen wurde, weshalb die Familie zeitweise in einem Frauenhaus Zuflucht suchen musste. Auch 2017 hatte sie öffentlich gemacht, in einer früheren Partnerschaft Gewalt erfahren zu haben. Rückblickend erkennt sie zudem Parallelen zwischen ihren früheren Wutausbrüchen in Fernsehformaten und den lange verdrängten Traumata. Ein anderes Ventil habe ihr damals gefehlt, gesteht sie. In der neuen ARD-Sendung "Vibes – Find Your Fire!" unter der Moderation von Motsi Mabuse (45), die ab dem 5. November in der ARD-Mediathek abrufbar ist, stellt sie sich nun der großen Frage, ob sie einem Mann überhaupt noch einmal vertrauen kann. Mit psychologischer Begleitung möchte sie ihre Wut verarbeiten und wieder Nähe zulassen. Anderen Betroffenen gibt sie heute einen klaren Rat mit auf den Weg: "Renn das erste Mal, sobald du respektlos behandelt wirst."

Daniela Büchner, Juli 2026
Instagram / dannibuechner
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Daniela und Jens Büchner im Oktober 2018
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