Als Kinderstar sexualisiert: Natalie Portman über ihr Image

Als Kinderstar sexualisiert: Natalie Portman über ihr Image

- Louisa Riepe
Lesezeit: 3 min
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Natalie Portman (45) stand schon als Kind im Rampenlicht und machte dabei eine Erfahrung, die sie bis heute prägt. Im Interview mit Harper's Bazaar erzählt die Schauspielerin, dass sie nach Filmen wie dem Thriller "Léon: Der Profi" von der Öffentlichkeit sexualisiert wurde. Zusammen mit ihren Eltern entwickelte sie deshalb eine Strategie: Sie baute sich ganz bewusst das Image eines braven, klugen und seriösen Mädchens auf, um ihre Privatperson von ihren Filmfiguren abzugrenzen. Dazu gehörten sowohl zurückhaltende, altersgerechte Outfits auf dem roten Teppich als auch ein ausgeprägter Fokus auf Schule und gute Noten. "Ich glaube, es war eine bewusste Anstrengung, weil ich als diese sexualisierte Lolita dargestellt wurde, dass ich sagen wollte: 'Nein, ich bin seriös, ich bin ein braves Mädchen, ich bin prüde, ich bin klug, ich bin eine Studentin', wobei ich das beinahe als Schutzmechanismus betonte", erklärt sie dem Magazin.

Der Plan ging auf – und das möglicherweise sogar ein bisschen zu gut. Denn das sorgsam aufgebaute Image klebt bis heute an der Oscarpreisträgerin, obwohl es mit ihrem tatsächlichen Wesen laut Natalies eigener Aussage wenig zu tun hat. Dass sie später vor allem anspruchsvolle und düstere Rollen übernahm, machte die Sache nicht einfacher. "Aber mit der Zeit war es dann so, dass alle denken, ich sei wirklich ernst. Ich bin sehr albern, und ich liebe es mehr als alles andere, zu lachen und herumzualbern", stellt sie gegenüber Harper's Bazaar klar. Und auch mit einem weiteren Vorurteil räumt sie direkt auf: "Die Leute denken immer, ich sei eine Perfektionistin, glaube ich, wegen 'Black Swan'. Ich bin das Gegenteil. Ich bin nachsichtig mit mir selbst.'"

Privat erlebt die Darstellerin gerade eine ganz besondere Zeit. Wenige Wochen vor dem Interview durfte sie ihr drittes Kind auf der Welt begrüßen – das erste gemeinsame Baby mit ihrem Partner Tanguy Destable. Über ihr Neugeborenes sagt sie, sie sei "voller Staunen und Freude über diesen magischen kleinen Menschen". Zugleich richte die neue Babyzeit ihren Blick stärker auf ihre älteren Kinder Aleph und Amalia, die aus ihrer Ehe mit Ex-Mann Benjamin Millepied (49) stammen. Das Paar hatte sich 2023 nach elf Jahren Ehe getrennt. "Es schenkt mir auch eine ganz neue Aufmerksamkeit für meine großen Kinder, weil ich daran erinnert werde, wie kurz es her ist, dass sie diese kleinen, frischen Geschöpfe waren, und wie schnell sie sich zu unglaublichen Menschen mit ihren eigenen großartigen Persönlichkeiten, ihrem Humor und ihren Ideen entwickelt haben", schwärmt Natalie gegenüber Harper's Bazaar.

Natalie Portman bei der Premiere von "The Gallerist" beim Sundance Film Festival 2026 in Park City, Utah
Getty Images
Natalie Portman bei der Premiere von "The Gallerist" beim Sundance Film Festival 2026 in Park City, Utah
Natalie Portman bei der Premiere von "Eddington" beim 78. Festival de Cannes, Palais des Festivals, Mai 2025
Getty Images
Natalie Portman bei der Premiere von "Eddington" beim 78. Festival de Cannes, Palais des Festivals, Mai 2025
Natalie Portman, Oktober 2024
Getty Images
Natalie Portman, Oktober 2024
Sollte Natalie Portman nach ihren düsteren Rollen öfter ihr komisches Talent zeigen – was meint ihr?