Biograf beschreibt Kim K. als "ultimativ missverstanden"

Biograf beschreibt Kim K. als "ultimativ missverstanden"

- Yasmin Keller
Lesezeit: 2 min
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Für viele gilt Kim Kardashian (46) als Paradebeispiel einer Frau, die vor allem dafür berühmt ist, berühmt zu sein. Ihr Biograf Jonathan Van Meter zeichnet nun allerdings ein ganz anderes Bild des Realitystars und der Unternehmerin. Im Gespräch mit KURIER nennt der US-Journalist sie "die ultimative missverstandene Frau". Er hat Kim über Jahre hinweg begleitet und für die Biografie mit dem Titel "KIM" Seiten an ihr kennengelernt, die in ihrer öffentlichen Selbstdarstellung nach seinem Eindruck leicht untergehen. Das Buch erscheint am 28. Oktober im Goldmann-Verlag. Nach Jonathans Eindruck verfügt sie über einen feinen, eher subtilen Humor und ist wesentlich nachdenklicher, als viele Menschen vermuten dürften. Zudem habe sie mit ihm offen über persönliche Angelegenheiten gesprochen. Ganz unkritisch fällt sein Urteil allerdings nicht aus: Vor allem Kims Einfluss auf die Schönheitsvorstellungen junger Frauen betrachtet der Autor mit Sorge.

Seine Wahrnehmung habe sich 2016 verändert, als Kim ihn wegen eines Vogue-Covers ihrer jüngeren Schwester Kendall Jenner (30) anrief. In dem Telefonat sprach sie offen über Kendalls Akne, ihre Einsamkeit und ihre Probleme. "Ich hätte nicht erwartet, dass ein Gespräch über die Schwester eines Supermodels so persönlich und tiefgehend sein würde", erinnert sich der Autor gegenüber KURIER freizeit. Auf die Frage von Oprah Winfrey (72), welches Wort Kim am treffendsten beschreibe, antwortete er schlicht: "Kompetent." Sie lerne schnell, führe Informationen rasch zusammen, arbeite konsequent und lasse sich auch von Rückschlägen nicht dauerhaft bremsen – etwa auf ihrem Weg zur Anwältin. Auch ihre öffentliche Inszenierung hält er für kalkuliert: "Sie lebt ihr ganzes Leben öffentlich. Das ist Teil ihres Geschäftsmodells. Es funktioniert nur, wenn sie auf irgendeine Weise authentisch ist." Neben ihrem Einsatz für zu Unrecht Inhaftierte sieht er jedoch auch die möglichen Folgen ihrer makellosen Selbstdarstellung auf Social Media. "Ich kann mir vorstellen, dass das für manche problematisch ist", warnt er mit Blick auf junge Frauen.

Für das Buch rückten zuletzt auch Kims persönliche Beziehungen in den Fokus. Van Meter wollte unter anderem ihre frühere Freundin und Wegbegleiterin Paris Hilton (45) interviewen – nach seinen Angaben kam trotz 17 Anfragen kein Gespräch zustande. Während Kim andere prominente Gesprächspartner offenbar direkt kontaktieren konnte, liefen die Anfragen an Paris über deren Team und Assistentin. Über die wiederholten Absagen soll Kim sehr wütend gewesen sein. Warum die Verabredung nicht zustande kam, blieb offen. Das Verhältnis zwischen Kris und ihrer Tochter beschreibt Jonathan als außergewöhnlich eng und beinahe schwesterlich.

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