Richard Lugners Ferrari gestohlen: Mann zu Haft verurteilt

Richard Lugners Ferrari gestohlen: Mann zu Haft verurteilt

- Sandrine Palme
Lesezeit: 2 min
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Im Fall des gestohlenen Ferraris aus Richard Lugners (†91) Familie hat das Gericht ein Urteil gesprochen. Wie mehrere Medien, darunter OE24, berichten, wurde der 30-jährige Hauptangeklagte zu zweieinhalb Jahren unbedingter Haft verurteilt. Der Mann gestand vor Gericht, den rund 100.000 Euro teuren Sportwagen im April 2025 aus einer Tiefgarage in Wiener Neudorf im Bezirk Mödling entwendet zu haben. Anschließend brachte er das Luxusfahrzeug in die Slowakei. Sein ebenfalls angeklagter 54-jähriger Vater wurde dagegen freigesprochen. Entscheidend waren ausgewertete Telefonlisten: Sein Handy war zur Tatzeit in der Slowakei eingeloggt. Beide Urteile sind allerdings noch nicht rechtskräftig. Der Ferrari bleibt verschwunden.

Hinter dem Diebstahl soll Medienberichten zufolge eine slowakische Bande stehen. Hinweise darauf lieferte die polizeiliche Auswertung der Smartphones. Demnach sollen die Täter die Tiefgarage schon ein Jahr vor der Tat ausgekundschaftet haben. Nach eigener Aussage erhielt der Hauptangeklagte für den Ferrari lediglich 5.000 Euro. Das Geld habe ihm ein Rumäne namens Mario gegeben, dessen Nachnamen er nicht kenne. Zwei weitere Ferraris in der Garage wurden nicht gestohlen, weil es den Tätern nicht gelang, sie zu starten. Im Prozess ging es außerdem um einen Mercedes, der bei den Diebstählen eingesetzt wurde. Das Fahrzeug war auf den Vater des Hauptangeklagten zugelassen. Dieser wies eine Beteiligung zurück und erklärte, ausschließlich sein Sohn habe den Wagen gefahren. Zunächst war noch ein dritter Slowake angeklagt gewesen. Da er aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Verhandlung erschien, wurde sein Verfahren abgetrennt.

Der verschwundene Sportwagen befand sich 25 Jahre lang im Besitz der Familie des Unternehmers und Realitystars Richard "Mörtel" Lugner, der im August 2024 starb. Zuletzt war der Ferrari auf seine Ex-Frau Christine Lugner zugelassen. Für den nun verurteilten Mann war es nicht der erste Prozess: Er hatte bereits vier Vorstrafen, davon drei in der Slowakei und eine in Österreich. Die Staatsanwaltschaft warf ihm einen Gesamtschaden von 300.000 Euro vor, den er allerdings bestritt. Unter anderem soll er in Schwechat mehrere KTM-Motorräder und ein kostspieliges BMW-Diagnosegerät gestohlen haben. Sein freigesprochener Vater, ein Gewerbetreibender, ist in Deutschland zweimal vorbestraft. Wo der Lugner-Ferrari heute steht, ist nach wie vor unbekannt. Auch der als Käufer genannte Mario konnte bisher nicht gefunden werden. Der dritte slowakische Verdächtige wurde bislang nicht vor Gericht befragt.

Richard Lugner im Oktober 2023 in Wien
Starpix / picturedesk.com
Richard Lugner im Oktober 2023 in Wien
Richard Lugner, österreichischer Unternehmer
Getty Images
Richard Lugner, österreichischer Unternehmer
Richard Lugner an seinem 89. Geburtstag
Starpix/ Alexander TUMA / ActionPress
Richard Lugner an seinem 89. Geburtstag
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