Krankheit: So anders gehen Menschen mit Torsten Sträter um

Krankheit: So anders gehen Menschen mit Torsten Sträter um

- Lisa Mayr
Lesezeit: 2 min
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Seit Torsten Sträter (60) offen über seine Erkrankungen spricht, nehmen ihn viele Menschen anders wahr als früher. Wie der Comedian in einem aktuellen Interview mit stern erzählt, bedanken sich inzwischen häufig Menschen bei ihm. Der 60-Jährige fragt dann jedes Mal nach, wofür genau sie ihm dankbar sind. Für ihn ist es schließlich selbstverständlich, insbesondere Depressionen offen und direkt anzusprechen. Psychische Erkrankungen dürften seiner Ansicht nach weder verschwiegen noch mit Scham behaftet sein. Stattdessen möchte Torsten dazu beitragen, Krankheiten klar beim Namen zu nennen und ihre gesellschaftliche Akzeptanz zu stärken. Seine Einstellung bringt der Autor gegenüber dem Magazin auf den Punkt: "Ich sehe nicht ein, wieso man nicht direkt darüber reden sollte." Seine Offenheit scheint dabei Wirkung zu zeigen: Betroffene und Angehörige suchen offenbar das Gespräch mit ihm und machen ihm deutlich, wie viel ihnen seine Worte bedeuten.

Mit seinem gewohnt trockenen Humor macht Torsten zugleich deutlich, bei welchen Beschwerden seiner Meinung nach vielleicht nicht jedes Detail öffentlich geteilt werden muss. Als bewusst drastisches Beispiel nennt er im Gespräch "explosionsartigen Durchfall". Bei psychischen und anderen gesundheitlichen Problemen plädiert er dagegen für Offenheit. Über Depressionen, erektile Dysfunktion, Schlaflosigkeit oder bipolare Störungen könne und solle die Gesellschaft direkt sprechen. Sein knappes Motto dazu lautet: "Alles im Dienste der Akzeptanz." Dass Erkrankungen von Prominenten besonders viel Aufmerksamkeit erhalten, erklärt sich der Comedian mit der emotionalen Nähe, die viele Fans zu bekannten Menschen aufbauen. Gleichzeitig werde dadurch deutlich, dass weder Bekanntheit noch finanzieller Erfolg vor schweren Diagnosen oder anderen Krisen schützen. Diese gemeinsame menschliche Erfahrung bringt Torsten gegenüber dem Magazin auf den Punkt: "Es gibt Schicksalsschläge, gegen die keiner was machen kann, egal, wie reich oder wie arm. Das eint uns."

Torsten hat in der Vergangenheit nicht nur offen über seine Depressionen gesprochen. Nach einer Tumordiagnose musste sich der Comedian auch einer Krebstherapie unterziehen. Vor rund drei Monaten erzählte er zudem im "1Live Comedy-Talk" mit Felix Lobrecht (37), dass bei den Untersuchungen auch Diabetes festgestellt worden sei. Im aktuellen stern-Interview beschäftigt sich der inzwischen 60-Jährige deshalb auch mit seiner eigenen Vergänglichkeit und der Frage, was von ihm bleiben soll. Beruflicher Nachruhm oder ein Humorbuch als Vermächtnis sind ihm dabei nicht besonders wichtig. Vielmehr wünscht sich der Autor, in den Gedanken seiner engsten Bezugspersonen weiterzuleben. Diesen persönlichen Wunsch bringt Torsten deutlich zum Ausdruck: "Ich möchte bitte in den Gedanken der Menschen, die ich liebe, weiterexistieren."

Torsten Sträter bei der Aufzeichnung des "Kölner Treff" im WDR Studio BS 3, Köln.
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Torsten Sträter auf der Comic Con 2024 in Stuttgart, Messe Baden-Württemberg
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Torsten Sträter bekommt eine Geburtstagstorte aus Hack
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Wie findet ihr Torstens trockenen Humor beim Thema Krankheiten?
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