William & Harry: Vertraute warnt vor Zwangsversöhnung
Julia Samuel hat sich in einem Onlineessay zu einem Thema geäußert, das in der britischen Königsfamilie seit Jahren schwelt. Die Psychotherapeutin und Patentante von Prinz George (13) wendet sich in ihrem Text auf dem Substack-Blog "Therapy Works" an Eltern, deren erwachsene Kinder nicht mehr miteinander sprechen. Zwischen Prinz William (44) und Prinz Harry (42) besteht seit rund vier Jahren ein Zerwürfnis. Von einer erzwungenen Annäherung rät sie ausdrücklich ab: "Eine erzwungene Versöhnung" könne den Konflikt "verschlimmern", schreibt die 67-Jährige. Statt Druck aufzubauen, empfiehlt sie Eltern, bewusst Distanz zu halten. "Manchmal verlangt die Liebe von uns, einen Schritt zurückzutreten und ihnen den Raum zu geben, ihre Probleme in ihrer eigenen Zeit zu lösen", erklärt Julia. Ihr Beitrag trägt den Titel "Was passiert mit einem als Elternteil, wenn die erwachsenen Kinder nicht mehr miteinander sprechen?". Er erschien, als König Charles III. (77) zu seiner neuntägigen Reise in die Karibik aufbrach.
In ihrem Essay beschreibt die Therapeutin, wie sehr die Entfremdung von Geschwistern Mütter und Väter belastet. Eltern fühlten sich häufig zwischen ihren Kindern gefangen, erlebten sich bei der Reparatur des Verhältnisses als hilflos und begännen, das eigene Verhalten infrage zu stellen. Genau der nachvollziehbare Wunsch, die Streitenden wieder an einen Tisch zu bringen, könne jedoch zusätzlichen Schaden anrichten. "Unser Instinkt sagt uns, dass wir sie wieder zusammenbringen müssen. Die Leute sagen oft: 'Man müsste ihre Köpfe zusammenschlagen', doch unsere Versuche zu helfen, können die Verletzung manchmal vertiefen", schreibt Julia. Fünf Wege zu einer echten Annäherung führt sie auf: nicht die Rolle des Vermittlers übernehmen, zuhören, ohne Partei zu ergreifen, der Zeit Raum geben, die eigene Trauer anerkennen und akzeptieren, dass der eigene Einfluss begrenzt ist. Julia gehört zu den sieben Paten des 13-jährigen Prinzen George und steht seinem Vater William und dessen Bruder Harry nahe. Mit deren Mutter Prinzessin Diana (†36) war sie von ihrer ersten Begegnung 1987 bis zu Dianas Tod 1997 eng befreundet.
Parallel dazu gibt es Berichte über eine mögliche Annäherung zwischen Charles und seinem jüngeren Sohn. Royalexpertin Roya Nikkhah zufolge hoffen beide Seiten auf ein Gespräch, sobald der König von seiner Karibikreise zurückgekehrt ist. Die Aussöhnung mit Harry und Herzogin Meghan (45) stecke allerdings noch in einem frühen Stadium. Für Diskussionen hatte zuletzt eine Aussage des Herzogs in der GQ-Interviewreihe "One More Question" gesorgt. Dort hatte er erklärt: "Manche Menschen wollen nicht, dass es funktioniert." Viele deuteten das als Spitze gegen William. Ein Sprecher des Paares stellte daraufhin klar: "Es war absolut nicht als Seitenhieb gegen seinen Bruder oder ein anderes Mitglied seiner Familie gemeint. Die Bemerkung fiel in einem allgemeinen Zusammenhang und richtete sich in keiner Weise gegen seine Familie." Julias Verbindung zu den Royals reicht Jahrzehnte zurück. Diana holte ihre Kinder gelegentlich von der Schule ab und wurde Patentante von Julias Sohn Benjamin. Julia wiederum nahm 2021 gemeinsam mit William und Harry an der Enthüllung einer Diana-Statue teil.

























