Warum Charlotte dem Königshaus den Rücken kehren könnte
Prinzessin Charlotte (11) steht zwar derzeit auf Platz drei der britischen Thronfolge, ein Leben als Vollzeitroyal ist für sie aber keineswegs vorgezeichnet. Die Tochter von Prinz William (44) und Prinzessin Kate (44) ist rechtlich nicht dazu verpflichtet, als Erwachsene offizielle Aufgaben für die Krone zu übernehmen. Dasselbe gilt für ihren jüngeren Bruder Prinz Louis (8). Wie Royalkorrespondent Richard Eden in der Daily Mail berichtet, planen William und Kate im Zuge einer schlankeren Monarchie, dass ihre beiden jüngeren Kinder "ermutigt werden, ihren eigenen Weg zu gehen". Ob die Prinzessin diese Freiheit tatsächlich nutzen und dem Kreis der sogenannten Working Royals fernbleiben wird, ist derzeit allerdings noch völlig offen.
Dass Charlotte so weit vorne in der Thronfolge steht, verdankt sie einer Gesetzesänderung. Seit dem "Succession to the Crown Act 2013" werden jüngere Brüder nicht mehr vor ihren älteren Schwestern eingeordnet. Als Louis zur Welt kam, behielt Charlotte daher ihren Platz direkt hinter ihrem großen Bruder Prinz George (13). Anders gesagt: Der oder die Erstgeborene wird unabhängig vom Geschlecht gegenüber den jüngeren Geschwistern bevorzugt, meist Thronfolger/in und damit voraussichtlich Königin oder König. Innerhalb der britischen Monarchie ist das ein Novum. "Zum ersten Mal in der britischen Geschichte ist der Ersatz eine Prinzessin, obwohl sie einen jüngeren Bruder hat", erklärte Historiker Dr. Nigel Fletcher in einer Dokumentation des Senders Channel 5. Sollte George eines Tages König werden und selbst Kinder bekommen, würde Charlotte in der Thronfolge weiter nach hinten rücken. Fachleute erwarten, dass damit auch der Druck auf sie als mögliche Ersatzthronfolgerin sinkt. Ein Rückzug aus der ersten Reihe wäre rechtlich möglich: Kein Mitglied der Königsfamilie kann zur Übernahme offizieller Pflichten gezwungen werden. Prinz Harry (42) und Herzogin Meghan (45) haben bereits vorgemacht, dass sich ein Leben außerhalb des Kreises der Vollzeitroyals praktisch umsetzen lässt.
Laut Königshausexperten wollen William und Kate ihre Kinder möglichst normal großziehen und nicht als Konkurrenten. George und Charlotte sollen demnach als Team aufwachsen. So könnte die traditionelle Spannung zwischen Thronfolger und "Ersatz" vermieden werden. Wie belastend die Rolle des "Ersatzes" sein kann, schilderte Harry 2023 in seinen Memoiren "Reserve". Darin beschrieb er, wie sehr ihm die Wahrnehmung als bloße Absicherung hinter seinem älteren Bruder William zu schaffen machte. Royalexperte Tom Quinn sieht in der neuen Geschwisterkonstellation weniger Konfliktpotenzial. Sie werde "alles deutlich erleichtern, da es nun nicht mehr zwei Männer wie zwei Hirsche mit ihren Geweihen geben wird, die sich gegenseitig bekämpfen", sagte er in der Channel-5-Dokumentation. Falls Charlotte sich dennoch für ein Leben als Vollzeitroyal entscheidet, bringt sie laut Adelsexpertin Danielle Stacey passende Eigenschaften mit. Gegenüber Hello! betonte sie Charlottes Selbstsicherheit und Pflichtbewusstsein und erklärte: "Charlotte zeigt bereits die Stärke und das Selbstvertrauen ihrer verstorbenen Urgroßmutter."




























