Chris Rock packt über seine Seitensprünge in Ex-Ehe aus

Chris Rock packt über seine Seitensprünge in Ex-Ehe aus

- Anita Ehlert
Lesezeit: 3 min
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Chris Rock (61) blickt schonungslos auf die Fehler zurück, die er während seiner Ehe mit Malaak Compton-Rock begangen hat. Im Interview für die GQ-Ausgabe "Men of the Year" 2026 räumt der Comedian erneut ein, die Autorin betrogen und damals sehr viele Pornos konsumiert zu haben. Davon hat er inzwischen nach eigenen Angaben Abstand genommen: "Ich war kein großartiger Ehemann. Ich habe viele Pornos geschaut. Ich schaue keine Pornos mehr. Ich habe seit fünf, sechs Jahren keine Pornos mehr geschaut." Auf diesen Lebensabschnitt sehe er heute mit Scham zurück: "Es ist nichts, worauf ich stolz bin, aber es ist etwas, das ich durchmachen musste." Mit Blick auf seine Seitensprünge zieht Chris heute eine klare Bilanz. Er habe damit seine eigene Macht austesten wollen. Die schmerzhafte Erkenntnis daraus beschreibt er so: "Mir wurde definitiv klar, dass ich nicht Gott bin oder ihm auch nur nahekomme, und ich wurde zutiefst gedemütigt, wie es auch sein sollte."

Nachdem seine Ehe gescheitert war, begab sich Chris in Therapie. Der Grund: Sein Privatleben habe nicht seinen Vorstellungen entsprochen. Gerade zu Beginn der Therapie sei er häufig sehr emotional gewesen. Im Zuge dessen wurde bei ihm außerdem eine nonverbale Lernstörung festgestellt. Diese kann es unter anderem erschweren, Gesten, Mimik und andere unausgesprochene soziale Signale richtig zu deuten. Für Chris war die Diagnose ein Wendepunkt. "Dadurch wurde mir klar, wie unsensibel ein Großteil meines Verhaltens im Laufe der Jahre war", erklärt er im Gespräch mit GQ. Schwierigkeiten in zwischenmenschlichen Beziehungen hatte Chris zuvor oft mit seiner Berühmtheit begründet. Er habe sich selbst für außergewöhnlich gehalten, statt den eigenen Anteil an Konflikten genauer zu betrachten. Ganz neu sind die Geständnisse des Entertainers allerdings nicht: Bereits 2018 hatte er in seinem Netflix-Comedyspecial "Tamborine" über seine Untreue und seinen problematischen Pornokonsum gesprochen.

Chris und die Autorin Malaak hatten 1996 geheiratet. Nach ihrer Trennung im Jahr 2014 wurde die Ehe 2016 geschieden. Gemeinsam haben sie die beiden Töchter Lola und Zahra. Die Trennung habe Chris nicht nur emotional getroffen, sondern auch seine finanzielle Situation stark verändert. Er musste sein Leben und seine Finanzen erst einmal neu ordnen – deshalb ging er wieder auf mehrere Stand-up-Tourneen. Das Geld, das er mit den drei "Madagascar"-Filmen verdient hatte, sei inzwischen nicht mehr vorhanden, erklärte der Comedian zuletzt. Offen äußerte er den Wunsch nach einem vierten Teil der Animationsreihe. Auch seine lange Pause als Regisseur bringt Chris mit den Folgen der Scheidung in Verbindung. Zwischen "Top Five" aus dem Jahr 2014 und seinem neuen A24-Film "Misty Green" liegen zwölf Jahre. Die langwierige Aufarbeitung der Trennung und der anschließende finanzielle Neustart hätten viel Zeit in Anspruch genommen.

Chris Rock bei der Premiere von "Misty Green" auf dem Toronto International Film Festival 2026
Getty Images
Chris Rock bei der Premiere von "Misty Green" auf dem Toronto International Film Festival 2026
Chris Rock beim Fototermin zu "Misty Green" auf dem 64. New York Film Festival
Getty Images
Chris Rock beim Fototermin zu "Misty Green" auf dem 64. New York Film Festival
Malaak Compton-Rock und Chris Rock, April 2011
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Malaak Compton-Rock und Chris Rock, April 2011
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