Verurteilter Royal: Marius Borg Høiby findet keinen Job

Verurteilter Royal: Marius Borg Høiby findet keinen Job

- Malin Friedrich
Lesezeit: 3 min
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Marius Borg Høiby (29) sucht weiterhin vergeblich nach einer Arbeitsstelle. Bereits seit Anfang Oktober ist bekannt, dass der Sohn von Königin Mette-Marit (53) intensiv nach einer Arbeitsstelle sucht. Doch auch am Montag hatte er noch keinen Job gefunden. Gegenüber Nettavisen erläuterte sein Verteidiger Daniel Storrvik nun, weshalb sich die Arbeitssuche als schwierig gestaltet. Demnach gibt es gleich mehrere Hürden: Marius hat keinen Führerschein und ist deshalb auf Bus und Bahn angewiesen. Dazu kommt, dass er auf dem Anwesen Skaugum in Asker lebt, das nur schlecht an den öffentlichen Nahverkehr angebunden ist. Auch seine Bekanntheit und das große öffentliche Interesse an seiner Person machen es ihm laut seinem Anwalt nicht leichter. Hinzu kommt sein Ruf, der durch die Verurteilung in erster Instanz wegen schwerer Straftaten stark gelitten hat. Das schmälert seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt laut seinem Anwalt deutlich. Für welche Tätigkeiten oder Branchen Marius infrage kommt, ist nicht bekannt. Ebenso unklar ist, ob ihm mögliche Arbeitgeber bereits abgesagt haben.

Unter besonderen Bedingungen gestaltet sich die Jobsuche des Norwegers. Seit dem 13. Juli lebt Marius in einem separaten Haus auf dem Anwesen Skaugum, wo er eine elektronische Fußfessel tragen muss. Zuvor hatte er bereits mehr als fünf Monate in Untersuchungshaft verbracht. Am Montag gab es zunächst eine gute Nachricht für ihn: Das Osloer Amtsgericht stimmte seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft zu. Die Staatsanwaltschaft legte aber noch am selben Tag Beschwerde gegen diese Entscheidung ein. Nun muss das Berufungsgericht Borgarting über den Fall entscheiden, und bis dahin bleibt die Fußfessel an seinem Bein. Doch selbst wenn Marius freikommt, wäre er längst nicht frei von Auflagen. Er müsste sich regelmäßig bei der Polizei melden und sich Alkohol- und Drogentests unterziehen. Wegfallen würde nur die Vorgabe, dass er sich ausschließlich im Haus und auf der angrenzenden Terrasse aufhalten darf.

Bereits Anfang Oktober hatte sein Anwalt Alexander Greaker betont, dass Marius unbedingt ins Berufsleben zurückkehren möchte. Sein Mandant sei hoch motiviert und bemühe sich aktiv um eine neue Anstellung. In welcher Branche oder bei welchen Unternehmen er sich bewerben wollte, ließ der Jurist allerdings offen. Im Juni war Marius in erster Instanz zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht sprach ihn unter anderem wegen zweier Vergewaltigungen und der Misshandlung seiner Ex-Freundin Nora Haukland schuldig. Von zwei weiteren Vergewaltigungsvorwürfen wurde er freigesprochen. Mit dem Urteil sind beide Seiten nicht zufrieden: Marius und die Staatsanwaltschaft haben Berufung eingelegt. Für das neue Verfahren sind 16 Verhandlungstage zwischen dem 9. Februar und dem 5. März 2027 angesetzt. Dann werden unter anderem die angefochtenen Schuldsprüche und das Strafmaß noch einmal überprüft.

Marius Borg Høiby bei der Trauerfeier für König Harald V in Oslo
Getty Images
Marius Borg Høiby bei der Trauerfeier für König Harald V in Oslo
Marius Borg Høiby in Oslo, Juni 2022
Getty Images
Marius Borg Høiby in Oslo, Juni 2022
Marius Borg Høiby
Imago
Marius Borg Høiby
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